Drei weitere Punkte
05.11.2026 SportFür Lok Reinach stand ein wegweisendes Wochenende auf dem Programm. Mit zwei Siegen hätten die Wynentaler nach dem missglückten Saisonstart den Sprung über den Playoffstrich schaffen können.
Am vergangenen Samstagabend gastierte der UHC ...
Für Lok Reinach stand ein wegweisendes Wochenende auf dem Programm. Mit zwei Siegen hätten die Wynentaler nach dem missglückten Saisonstart den Sprung über den Playoffstrich schaffen können.
Am vergangenen Samstagabend gastierte der UHC Pfannenstiel in der Reinacher Pfrundmatthalle. Auch die Zürcher Oberländer waren nicht wunschgemäss in die Saison gestartet und belegten mit zwei Punkten und ohne Sieg den letzten Tabellenplatz. Die Wynentaler fanden jedoch nur schwer ins Spiel. Zwar brachte Jamie Doyle die Lok in Führung, in der Folge übernahm Pfannenstiel aber zunehmend die Kontrolle. Mit einem Abstauber aus dem Slot, einem sehenswerten Schuss von der Seite und einem schlecht verteidigten Freistoss drehten die Gäste die Partie und gingen mit einer verdienten 1:3-Führung in die erste Pause.
Gerade einmal 25 Sekunden waren nach Wiederanpfiff gespielt, als Pfannenstiel einen schnörkellos vorgetragenen Konter zum 1:4 abschloss. Nach rund 30 Minuten reagierte die Reinacher Bank und stellte auf zwei Linien um. Die Massnahme zeigte Wirkung: Die Lok kam besser ins Spiel und fand zunehmend Wege, die gegnerische Defensive unter Druck zu setzen. Oliver Reidy verkürzte mit einem Direktschuss, ehe Horttanainen in der 39. Minute den Rückstand weiter reduzierte. Plötzlich war Reinach wieder mitten in der Partie.
Im Schlussdrittel drückten die Wynentaler weiter auf den Ausgleich. In der 47. Minute scheiterten bei einer Doppelchance Horttanainen und Benjamin Reidy am stark aufspielenden Pfannenstiel-Torhüter Schindele. Benjamin Reidy liess sich davon jedoch nicht beirren: Nach einem Ballgewinn fasste er sich in der 52. Minute ein Herz und hämmerte den Ball mit einem sehenswerten Schuss unter die Latte zum 4:4-Ausgleich. Kurz darauf hielt die Lok-Defensive dem Druck in Unterzahl stand. In der Schlussphase neutralisierten sich beide Teams weitgehend, und vieles deutete auf eine Verlängerung hin. Nach einem abgefangenen Ball schaltete Reinach blitzschnell um. Adrian Keusch schloss den Konter erfolgreich ab und erzielte in letzter Minute den viel umjubelten Siegtreffer. Damit sicherte sich die Lok nach einer deutlichen Leistungssteigerung drei wichtige Punkte.
Niederlage in Bellinzona
Bereits am Sonntag stand für die Reinacher mit Ticino Unihockey iin Bellinzona die nächste Aufgabe an. Wie am Vorabend überliessen die Wynentaler dem Gegner zu Beginn mehr Ballbesitz. Defensiv präsentierten sie sich diesmal allerdings stabiler und liessen nur wenige gefährliche Abschlüsse zu. Dennoch ging Ticino in Führung. Die Reaktion der Aargauer folgte prompt: Nur 38 Sekunden später gelang ihnen der Ausgleich.
Auch im Mitteldrittel blieb Ticino spielbestimmend. Die Gastgeber machten es in Überzahl besser als Reinach kurz zuvor und gingen in der 29. Minute erneut in Führung. Ticino legte vier Minuten später nach und erhöhte auf 3:1.
Im letzten Abschnitt zeigte Reinach ein anderes Gesicht. Mit mehr Ballbesitz und einer offensiveren Spielweise suchten die Aargauer konsequent den Weg nach vorne. Das Selbstvertrauen aus den vergangenen Partien war spürbar, und die Lok erarbeitete sich mehrere Möglichkeiten. Im Abschluss fehlte jedoch die nötige Präzision, um Torhüter Delmenico nochmals zu bezwingen. Stattdessen besiegelte ein Treffer ins verwaiste Reinacher Tor zum 4:1 die Niederlage.
Mit dem Sieg gegen Pfannenstiel und der Niederlage gegen Ticino verpasste Lok Reinach den Sprung über den Playoffstrich. Dennoch zeigte das Wochenende, dass die Mannschaft auch nach Rückständen reagieren kann, was Mut für die kommenden Aufgaben macht. Diese werden allerdings nicht einfacher: Am nächsten Wochenende warten mit Basel und Bassersdorf-Nürensdorf die beiden erstplatzierten Teams der Tabelle. Um gegen diese Gegner zu bestehen, wird Reinach über die gesamte Spielzeit eine konzentrierte Leistung benötigen.
Oliver Reidy

