Die Stiftung Schürmatt möchte ihre Gebäude aus den 1960er-Jahren durch moderne Neubauten ersetzen. Nun wurde das Siegerprojekt der Öffentlichkeit vorgestellt.Hell, natürlich und offen. So lassen sich die Ersatzneubauten, welche die Stiftung Schürmatt in ...
Die Stiftung Schürmatt möchte ihre Gebäude aus den 1960er-Jahren durch moderne Neubauten ersetzen. Nun wurde das Siegerprojekt der Öffentlichkeit vorgestellt.Hell, natürlich und offen. So lassen sich die Ersatzneubauten, welche die Stiftung Schürmatt in Zetzwil plant, beschreiben.
Gegen elf andere Projekte konnte sich das Architekturbüro Baumberger Stegmeier Architektur AG in Zusammenarbeit mit der Blau und Gelb Landschaftsarchitektur AG durchsetzen. Gemeinsam erstellten sie das Projekt «Frederick», welches in Zetzwil drei Ersatzneubauten und in Gontenschwil drei Neubauten umfasst. Alle Gebäude sollen in Holzbauweise erstellt werden.
Die drei Ersatzneubauten in Zetzwil fügen sich in den Hang ein und sind versetzt angeordnet, sodass zwischen den Gebäuden Aussenräume entstehen, die zum Verweilen einladen. «Jedes Gebäude besteht aus zwei Seitenbauten mit den Wohnbereichen sowie einem Mittelbau, der als Gemeinschaftsbereich dient und die beiden Wohnflügel miteinander verbindet», heisst es in der Mitteilung der Stiftung. Die alten Bauten, welche aus den 60er-Jahren stammen, entsprechen nicht mehr den heutigen Ansprüchen, heisst es weiter.
«Einzig bei den WC-Anlagen in den Wohnbereichen gibt es noch Diskussionen», erläutert Roger Baumann, Leiter Geschäftsbereich Arbeit und Wohnen. Der Kanton wolle, dass sich vier Bewohnende ein Bad teilen, während die Stiftung ein Bad für zwei Personen plant. «Das ist heutzutage in der Branche die Norm», erklärt Geschäftsführerin Anke Müller. Die Stiftung Schürmatt möchte diese Branchennormen gerne umsetzen. «Wir befinden uns in Gesprächen mit dem Kanton über die Finanzierung», sagt sie weiter.
Einstimmige Entscheidung
In Gontenschwil sollen drei Neubauten entstehen, die unterschiedliche Nutzungen beinhalten. So sind ein Wohnhaus, ein Arbeitshaus und ein Gebäude mit Gastronomie geplant. Da sich das Bauland im Dorf befindet, wurde dies in der Planung berücksichtigt. Über die Gastronomie soll die Bevölkerung in die neuen Strukturen eingebunden werden.
«Uns war wichtig, dass unsere Vorgaben eingehalten wurden», erklärte Geschäftsführerin Anke Müller am Samstag. Beim Projekt «Frederick» sei dies der Fall gewesen. «Die Fach- und Sachjury entschied sich einstimmig dafür.» Der gesamte Wettbewerb war anonym, womit kein Architekturbüro aufgrund des Namens einen Vorteil hatte.
Auch bei den Anwesenden, die sich am Samstag alle zwölf Projekte ansehen konnten, stossen die geplanten Bauten auf Zustimmung. «Mir gefällts, es wirkt einladend» und «ich freue mich, die Bauten im fertigen Zustand zu sehen», konnte man von verschiedenen Personen vernehmen. Bis es so weit ist, vergehen noch einige Jahre. Die Inbetriebnahme ist 2031 geplant.
Melanie Köchli