William Leutwyler aus Reinach, seit 2016 im Sidecar Motocross als Beifahrer in verschiedenen Teams erfolgreich unterwegs, wechselte auf die Saison 2026 hin vom Gelände auf den Asphalt. In Ambri bestritt er sein zweites Rennen in der Minibike Meisterschaft und konnte dabei wertvolle ...
William Leutwyler aus Reinach, seit 2016 im Sidecar Motocross als Beifahrer in verschiedenen Teams erfolgreich unterwegs, wechselte auf die Saison 2026 hin vom Gelände auf den Asphalt. In Ambri bestritt er sein zweites Rennen in der Minibike Meisterschaft und konnte dabei wertvolle Punkte sichern.
Eine der wenigen Rennstrecken für Minibikes in der Schweiz liegt beim Flughafen Ambri im Tessin. Dort fand das zweite Rennen der Minibike-Meisterschaft der Saison statt. Das Rennwochenende war wettertechnisch zweigeteilt: Der Samstag blieb trocken, am Sonntag setzte Regen ein. Entsprechend anspruchsvoll waren die Bedingungen für die Fahrer.
Bei seinem erst zweiten Rennen in der Saison zeigte Leutwyler eine konstante Leistung über drei Rennläufe hinweg. Im zweiten Lauf konnte er die drittschnellste Runde für sich entscheiden und beendete den zweiten Lauf auf dem erfolgreichen dritten Platz. Im dritten Lauf, bei nassen Bedingungen, positionierte er sich nach einem guten Start erfolgreich auf den vierten Platz. Leider reichten die Chancen nicht mehr, um sich noch weiter nach vorne zu kämpfen. Zum Schluss beendete Leutwyler den dritten Lauf auf dem guten vierten Platz, was zugleich den vierten Platz in der Tageswertung bedeutete.
Nach dem anstrengenden Rennwochenende durften wir uns kurz mit William Leutwyler austauschen. Wir wollten wissen, wie er den Wechsel vom Geländesport zum Asphaltrennen erlebt – und wie es ist, plötzlich nicht mehr zu zweit unterwegs zu sein. Vieles sei noch neu und teilweise ungewohnt, erklärte er. Die Abstimmung des Motorrads unterscheide sich deutlich vom Motocross, doch er könne auf ein Team zählen, das ihn fachlich unterstützt. Auch die bekannten Kollegen aus dem Motocrossfeld fehlten manchmal, inzwischen habe er jedoch bereits viele neue Kontakte geknüpft.
Auf die Frage, was ihm an den Asphaltrennen besonders gefalle, antwortete er mit einem Lachen: «Schön ist, dass das Bike nicht mehr so dreckig wird.» Das Fahrerlager auf festem Untergrund sei angenehm – «aber am meisten Spass machen das Fahren und das Lernen.»
Nun wird weiter an Technik und Abstimmung gefeilt. Das nächste Rennen findet am 31. Mai in Crevoladossola (I) statt.
Dominique Rubin