Ein Fest für Generationen

  09.07.2026 Suhren-/Rueder-/Uerkental, Schöftland

Drei Tage lang wurde im Suhrental Alterszentrum gefeiert. Bewohnerinnen und Bewohner, Angehörige, Mitarbeitende sowie zahlreiche Gäste aus der Region machten das 60-Jahr-Jubiläum zu einem Begegnungsfest, das Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verband.

Den Auftakt zum Jubiläumswochenende bildete am Freitag, auf den Tag genau 60 Jahre nach der Einweihung, die offizielle Eröffnung. Geschäftsführer Jürgen Gaulke spannte in seiner Ansprache den Bogen von der Geschichte des Hauses bis zu dessen Zukunft. Zum Schluss verabschiedete er die Gäste mit einem für seine norddeutsche Heimat typischen Gruss: «Moin». Dieser bedeute weit mehr als «Guten Tag» oder «Guten Morgen», erklärte Gaulke. Vielmehr wünsche man damit seinem Gegenüber eine gute Reise und das Gelingen seiner Vorhaben. «In diesem Sinne wünsche ich dem Neubauprojekt, dem Alterszentrum und uns allen ein herzliches Moin Moin. Und jetzt lasst uns feiern.»

Roland Marti

Die Glückwünsche der sieben Trägergemeinden überbrachte Gemeindeund Verwaltungsrätin Silvana Walther. Sie würdigte das Alterszentrum als einen Ort, an dem seit sechs Jahrzehnten Fürsorge, Menschlichkeit und Begegnungen gelebt werden. Ein besonderer Dank galt den Mitarbeitenden, welche den Betrieb Tag für Tag mit grossem Engagement tragen. Als Jubiläumsgeschenk überreichten die Trägergemeinden eine schöne, grosse Holzbank. Diese soll künftig Raum für Gespräche, gemeinsame Erinnerungen und ruhige Momente bieten.

Buntes Programm für jeden Geschmack

Während des gesamten Wochenendes nutzten zahlreiche Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, das Alterszentrum zu besuchen, mit Bewohnern und Mitarbeitenden ins Gespräch zu kommen oder das abwechslungsreiche Festprogramm zu geniessen. Neben Musik, Unterhaltung und Festwirtschaft stand auch das wohl grösste Projekt der kommenden Jahre im Mittelpunkt: der vollständige Neubau des Suhrental Alterszentrums. Die Ausstellung mit den Wettbewerbsprojekten für den geplanten Ersatzneubau stiess auf grosses Interesse.

Ein Ort der Begegnung

Für Lorenz Uebelhart, Vizepräsident des Verwaltungsrats, steht fest, dass das künftige Alterszentrum weit mehr sein soll als ein Altersheim. «Wir wollen offen sein für alle Generationen», sagte er am Rande der Ausstellung. Geplant ist unter anderem ein öffentlicher Kinderspielplatz. Grosseltern sollen dort Zeit mit ihren Enkeln verbringen können, Familien sich im Restaurant Visavis treffen und das Areal als lebendigen Begegnungsort erleben.

Dass ein kompletter Neubau notwendig geworden ist, hat bauliche Gründe. Sämtliche heutigen Gebäude werden in den kommenden Jahren ersetzt. Der Unterhalt werde immer aufwändiger, erklärte Uebelhart. Deshalb führe am Ersatzneubau kein Weg vorbei.

Geduld ist gefragt

Gebaut werden soll in mehreren Etappen, damit der Betrieb ohne Unterbruch weitergeführt werden kann. Zunächst entstehen neue Alterswohnungen. Anschliessend wird ein erster Teil des Alterszentrums erstellt. Nach dem Umzug der Bewohnerinnen und Bewohner kann das heutige Hauptgebäude abgebrochen werden. Erst danach soll die letzte Bauetappe folgen. Bis alles fertiggestellt ist, wird allerdings Geduld gefragt sein. Je nach Verlauf der Bewilligungsverfahren rechnet der Verwaltungsrat heute mit einer Fertigstellung in den Jahren 2033 oder 2034.

So wurde das 60-Jahr-Jubiläumsfest nicht nur zu einem Rückblick auf sechs Jahrzehnte erfolgreicher Altersbetreuung, sondern auch zu einem Ausblick auf die Zukunft. Das Suhrental Alterszentrum möchte auch in den kommenden Jahrzehnten ein Ort bleiben, an dem Menschen aller Generationen miteinander in Kontakt kommen – ganz im Sinne des Jubiläumswochenendes, das zeigte, dass ein Alterszentrum weit mehr sein kann als ein Ort zum Wohnen und Pflegen.


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