«Ein Jugendtraum wird wahr»
29.10.2026 ReinachDie Eichenberger Gebäudetechnik AG in Reinach besteht seit 63 Jahren. Nun übernehmen Menur Murati und Raphael Frank als neue Eigentümer und Geschäftsführer das Unternehmen von Urs Weber und schlagen ein neues Kapitel für die Firma auf.
...Die Eichenberger Gebäudetechnik AG in Reinach besteht seit 63 Jahren. Nun übernehmen Menur Murati und Raphael Frank als neue Eigentümer und Geschäftsführer das Unternehmen von Urs Weber und schlagen ein neues Kapitel für die Firma auf.
«Die DNA von Eichenberger bleibt», versichert Raphael Frank, einer der beiden neuen Geschäftsführer der Eichenberger Gebäudetechnik AG im Gespräch. Für ihn und seinen Co-Geschäftsführer Menur Murati ist das kein leeres Versprechen. Sie kennen den Betrieb seit Jahren und begannen hier ihre berufliche Laufbahn. «Ich bin jetzt seit 25 Jahren bei der Eichenberger Gebäudetechnik AG. Ich habe hier meine Lehre gemacht. Jetzt wird ein Jugendtraum wahr», erklärt Menur Murati. «Ja genau», pflichtet Frank bei, «auch ich habe hier meine Lehre gemacht. Ich war zwischendurch kurz weg, aber als ich 2014 ein Angebot der Eichenberger Gebäudetechnik AG bekommen habe, musste ich nicht lange überlegen.»
Am Donnerstag, 15. Oktober, fand die feierliche Übergabe des Unternehmens statt. Rückwirkend per 1. Oktober 2026 haben Menur Murati und Raphael Frank die Eichenberger Gebäudetechnik AG als neue Eigentümer übernommen. Auch die Mitarbeitenden wurden an diesem besonderen Tag im Rahmen eines internen Anlasses mit anschliessendem Apéro über den Eigentümer- und Führungswechsel informiert. Die Freude über die gelungene Nachfolgeregelung war dabei deutlich spürbar.
Für den bisherigen Inhaber und Geschäftsführer Urs Weber ist es die perfekte Lösung: «Wir konnten es intern lösen, was für mich sehr wichtig war. Ich wusste, dass sie beide bereit dafür sind.» Die Übergabe der Führung erfolgt nun sukzessiv. «Wir haben noch Projekte, die wir bis ans Ende begleiten werden. Gleichzeitig übernehmen wir Stück für Stück die Führung», sagen Murati und Frank gemeinsam. Urs Weber steht den beiden unterstützend zur Seite, ist aber überzeugt, dass das Duo gute Arbeit leisten wird: «Sie kennen den Betrieb. Es ist meine Traumlösung, es so übergeben zu können. Ich kann mit gutem Gewissen Platz machen.»
Zwei verschiedene Typen
«Ideen für die Zukunft sind natürlich immer da. Aber wir werden nicht alles auf den Kopf stellen», versichert Murati. «Stillstand ist Rückschritt», pflichtet Weber ihm bei. «Wir möchten uns in der Region weiter stärken und wachsen. Das ist unser Hauptziel», ergänzt Frank. Dazu gehört auch die Lehrlingsausbildung, die den beiden neuen Geschäftsführern am Herzen liegt. Auch, weil sie selbst den Traum vom Lehrling zum Geschäftsführer verwirklichen konnten. Wer den drei Männern zuhört, der merkt, dass sie mit Herzblut bei der Arbeit sind und sich auf das neue Kapitel freuen. «Ich bin hier zuhause», betont Murati.
Während Urs Weber die Geschäftsführerarbeiten zuvor allein meisterte, teilen sich Menur Murati und Raphael Frank die Aufgaben nun. «Wir werden es nach Stärken aufteilen», erklärt Murati. «Aber wir werden die Arbeiten auch abtauschen. Es ist wichtig, dass wir beide alles kennen und können», ergänzt Frank und meint: «Es braucht unsere beiden verschiedenen Persönlichkeiten mit verschiedenen Ansichten.»
Für die Kundenschaft, Lieferanten, Geschäftspartner und Mitarbeitenden soll die Nachfolgeregelung vor allem Kontinuität und Sicherheit bedeuten, betonen alle drei. Die bewährten Ansprechpartner, die persönliche Betreuung sowie die hohen Qualitätsansprüche bleiben bestehen. Gleichzeitig wollen die neuen Inhaber das Unternehmen zukunftsorientiert weiterentwickeln. «Sie sollen vom Prozess nichts merken», sagt Murati. Urs Weber bleibt dem Betrieb erhalten: «Ich bin jetzt wieder im Kundenbereich tätig und freue mich auf diese Aufgabe. Ich sehe dort noch Potential. Aber ich bin auch nicht mehr ewig da.»
Raphael Frank freut sich auf die neue Aufgabe: «Ich übernehme gerne Verantwortung und freue mich auf die Einblicke, die ich erhalten werde.» Menur Murati nickt und ergänzt: «Ich freue mich, den Betrieb weiterentwickeln zu können.»
Melanie Köchli


