Laut Programm waren Harter und Locher angekündigt, doch hatten sich die zwei Musiker zur Erweiterung entschlossen.
Josef Stocker kündete in seiner Ansage Jazz vom Feinsten an, und die zahlreich erschienenen Gäste kamen voll auf ihre Rechnung. Mathias ...
Laut Programm waren Harter und Locher angekündigt, doch hatten sich die zwei Musiker zur Erweiterung entschlossen.
Josef Stocker kündete in seiner Ansage Jazz vom Feinsten an, und die zahlreich erschienenen Gäste kamen voll auf ihre Rechnung. Mathias Harter, Gitarre, Martin Locher, Saxophon (es), Erich Güntensperger, Drums und Christian Bachmann Bassgitarre wussten mit ihrem groovigen Sound das Publikum restlos zu begeistern. Es wurden fast nur Eigenkompositionen gespielt, die das interessante Zusammenspiel der vier Musiker mit viel spürbarer Begeisterung dem Publikum näher brachten. Ein Blick, ein Kopfnicken von Mathias und die Soli wurden perfekt und stimmungsvoll vorgetragen.
In sympathischer Art erklärte der Leader die gespielten Stücke, und man staunte, was in einem Jahr Zusammenspiel alles entstanden ist. Jazz-Liebhaber waren begeistert vom Können und der Vielfalt der Kompositionen. Jeder Musiker wusste zu überzeugen, und dies ohne Glamour und Showeinlagen! Interessant war auch, wie jeder der Komponisten die Gelegenheit des Entstehens erläuterte. Wo erfährt man das schon? Vor der Pause wurde das Stück für Julian angekündet, das Martin Locher extra für seinen kleinen Enkel komponiert hat.
In der Pause gab es viel zu diskutieren. Das Publikum sparte nicht mit Applaus und die einzelnen Soli wurden frenetisch beklatscht, wie es bei dieser Art von Musik üblich ist. Nach der Pause ging es mit dem gleichen Schwung weiter. «Leisure time» und «Happy Sundover», jeder Musiker wusste zu überzeugen. Man merkte im Publikum auch, dass die vier Freude am gemeinsamen Zusammenspiel haben. Es gab überhaupt keine Pannen, obschon Mathias ihren Auftritt als «Premiere» angepriesen hatte. Als Dreingabe wurde noch ein Schlaflied vorgetragen, und hoffentlich kamen trotzdem alle Gäste gut und zufrieden nach Hause.
Heidi Härri