Der FC Aarau gewann das letzte Meisterschaftsspiel bei Neuchâtel Xamax durch späte Tore. Über weite Strecken trat das Team aber erneut verhalten auf. Die Mannschaft wird am Freitag gegen den FC Wil beweisen müssen, dass die Wende nicht nur auf Zufall ...
Der FC Aarau gewann das letzte Meisterschaftsspiel bei Neuchâtel Xamax durch späte Tore. Über weite Strecken trat das Team aber erneut verhalten auf. Die Mannschaft wird am Freitag gegen den FC Wil beweisen müssen, dass die Wende nicht nur auf Zufall beruht.
Schon in der erfolgreichsten Phase unter Trainer Brunello Iacopetta, in der Saison 2025/26, gab es zahlreiche Spiele, in denen der FC Aarau alles andere als Dominant auftrat. Punkte wurden ergattert, oft dank späten Toren, Slapstik-Einlagen der Gegner und manchmal auch dank günstigen Schiedsrichterentscheidungen. Auf diese Art erreichte der FCA die höchste Punktezahl seiner Vereinsgeschichte.
Die Spielweise hat sich dieses Jahr nicht gross verändert. Im Vergleich mit den anderen Teams der Challenge League, gab es in der Stammformation der Aarauer am wenigsten Änderungen gegenüber der letzten Saison. Weiterhin geht man eher passiv ins Spiel, überlässt dem Gegner Räume ‒ mit dem Unterschied jedoch, dass knappe Entscheidungen eher zugunsten der Gegner ausfallen. Zudem fehlt dem Team oft der Biss, ins Spiel zurück zu kommen.
Eine Ausnahme bildete nun das Ausswärtsspiel in Neuenburg. Das spielbestimmende Heimteam ging kurz vor der Pause mittels Penalty in Führung, und der FCA zeigte kaum eine Reaktion. Dennoch gelang es dem Team in der Schlussviertelstunde, den Schalter umzulegen. David Acquah, Daniel Afriyie und Alexis Beka Beka nutzen Unachtsamkeiten der Neuenburger Verteidiger clever zum 3:1-Sieg aus.
Nun also kommt der FC Wil aufs Brügglifeld, gegen den man im Hinspiel eine 2:0-Führung noch hergeben musste, ehe die Punkte geteilt wurden. Das Brügglifeld-Publikum musste zuletzt zwei völlig unmotivierte Meisterschafts-Auftritte seines Teams miterleben. Die Spieler müssen also mit einer grossen Erwartungshaltung umgehen, oder wie man in Fussball-Kreisen gerne sagt: Charakter zeigen.
Remo Conoci