Museum Aargau lädt 2026 zur Vortragsreihe «Festzeiten!» ein. Ausgewählte historische Objekte aus der Sammlung erzählen von Ritualen, Zeremonien und Festkulturen. Eine Einladung zum Innehalten, Staunen – und zum gemeinsamen Nachdenken darüber, warum wir ...
Museum Aargau lädt 2026 zur Vortragsreihe «Festzeiten!» ein. Ausgewählte historische Objekte aus der Sammlung erzählen von Ritualen, Zeremonien und Festkulturen. Eine Einladung zum Innehalten, Staunen – und zum gemeinsamen Nachdenken darüber, warum wir feiern. Auf Schloss Hallwyl dreht sich der Abend vom 17. September mit Sammlungskurator Yves Doerfel um bürgerliche Feste und gesellschaftliche Rituale.
pr. Während sich Obrigkeiten aufgrund ihrer Adelstitel bei Festen zusammenfanden, lag bürgerlichen Festen meist ein gemeinsamer Beruf oder ein geteiltes Interesse zugrunde. Im Spätmittelalter schlossen sich städtische Handwerker vermehrt zu Zünften zusammen, um gemeinsam an politischem Einfluss zu gewinnen. Zunftfeste fanden in einem geschlossenen Rahmen meist in Zunftstuben oder Wirtshäusern statt, wobei weniger die Etikette und mehr das gemeinsame Essen und der Austausch im Vordergrund standen.
Ebenfalls im Spätmittelalter zu verordnen ist der Ursprung von Schützenfesten. Die anfangs als Musterung und Wehrübungen gedachten Anlässe entwickelten sich nach und nach zu geselligen Festen. Geschossen wurde zu Beginn noch mit Pfeil und Bogen oder Armbrust.
Sowohl die Zunftfeste wie auch die Schützenfeste waren identitätsstiftende Elemente und förderten das Zugehörigkeitsgefühl der städtisch-bürgerlichen Gesellschaft.
Schloss Hallwyl, 17. September,
19 Uhr, Anmeldung unter www.schlosshallwyl.ch