Gefahr für den Kreislauf und die Natur
25.06.2026 RegionSeit mehreren Tagen versinkt die Schweiz im Schweiss. Die Ventilatoren laufen auf Hochtouren, und der Schatten ist beliebter denn je. Ursache dafür sind die hohen Temperaturen. Nun hat der Bund die Gefahrenstufe 4 auch für die Region des Wynentaler Blatts ...
Seit mehreren Tagen versinkt die Schweiz im Schweiss. Die Ventilatoren laufen auf Hochtouren, und der Schatten ist beliebter denn je. Ursache dafür sind die hohen Temperaturen. Nun hat der Bund die Gefahrenstufe 4 auch für die Region des Wynentaler Blatts ausgerufen.
Das Naturgefahrenbulletin des Bundes gibt jeweils Auskunft über die Gefahren, die es in der Schweiz aktuell gibt. Im Bulletin vom Dienstag, 11 Uhr erklärte der Bund, dass ab Donnerstagmittag die Hitzegefahrenstufe 4 auch für den ganzen Aargau gilt. Grund dafür ist ein Hochdruckgebiet über Mittel- und Südeuropa, das sich hartnäckig hält und für Temperaturen über 30 Grad sorgt.
Was bedeutet Gefahrenstufe 4?
Die Hitzegefahrenstufe 4 steht für grosse Gefahr. Dazu muss es während mindestens drei aufeinanderfolgenden Tagen eine mittlere Tagestemperatur von 27 Grad und auch in der Nacht keine Abkühlung geben. «Innerhalb dieser Hitzewelle besteht ein grosses Risiko für Kreislaufbeschwerden und körperliches Unwohlsein», schreibt das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz auf seiner Website. Deswegen werden folgende Massnahmen empfohlen:
• Mind. 1.5 Liter pro Tag trinken, am besten ungesüsste und alkoholfreie Getränke.
• Körper kühl halten: Schatten und kühle Räume aufsuchen, sich mit geeigneter Kleidung, Kopfbedeckung und Sonnenschutz schützen, Fenster beschatten und früh morgens lüften.
• Meiden Sie körperliche Anstrengungen zur heissesten Tageszeit.
• Kontakt zu gefährdeten Personen in der Umgebung halten.
• Keine Personen oder Tiere im geparkten Auto zurücklassen.
• Verhaltensempfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit BAG beachten. MeteoSchweiz hält es für wahrscheinlich, dass bis am Montag verbreitet 34 bis 37 Grad erreicht werden, während die Temperatur in der Nacht auf 18 bis 23 Grad sinkt, «womit sich die Hitzebelastung intensiviert.» Mit abkühlenden Gewittern kann nicht gerechnet werden, sie werden nur vereinzelt auftreten. Mit einer Erfrischung kann frühestens Anfang nächster Woche gerechnet werden, da die Gewitterneigung ansteigt.
Das Trinkwasser wird knapp
Die Hitze macht sich auch in den Gemeinden bemerkbar. So rufen viele Gemeinden bereits zum Trinkwassersparen auf, da die Reserven langsam knapp werden. Es fehlen die Niederschläge und die sommerlichen Temperaturen verschlimmern das Problem. Damit das Trinkwasser reicht, wird gebeten, auf das Bewässern von Gärten, Rasenflächen und Hausplätzen zu verzichten. Weiter wird die Bevölkerung angehalten, keine Autos zu waschen und keine Schwimmbassins, Teiche oder dergleichen aufzufüllen. Das Giessen von Nutzgärten mit Giesskannen ist weiterhin unbedenklich. Die Gemeinden hoffen mit ihrem Appell an die Einwohnerinnen und Einwohner stärkere Einschränkungen zu umgehen. Die Gemeinde Menziken schreibt klar: «Sollte sich die Situation nicht verbessern, müssen weitergehende Massnahmen in Form von verbindlichen Einschränkungen geprüft werden.» Diese Massnahmen sind beispielsweise in Fahrwangen bereits in Kraft. So werden bei einer Zuwiderhandlung gegen die Vorschriften Bussen in Höhe von bis 2000 Franken verteilt.
Achtung Waldbrandgefahr
In der Region des Wynentaler Blatts herrscht mit Gefahrenstufe 4 grosse Gefahr für Waldbrände. Die Gefahrenstufe wurde am Mittwochabend noch einmal angehoben. «Der Grund für diesen Entscheid sind die weiter verschärfte Trockenheitssituation und die Prognosen für die kommenden Tage, die weiterhin trockenes Wetter voraussagen», schreibt der Kanton Aargau in einer Mitteilung. Da nun eine grosse Waldbrandgefahr herrscht, gilt bis auf Weiteres für das gesamte Kantonsgebiet ein Feuerverbot im Wald und im Abstand von bis zu 50 Metern zum Waldrand. «Dieses Verbot gilt ausdrücklich auch für die bestehenden, eingerichteten Feuerstellen und bei Waldhütten», heisst es weiter.
Am besten informiert man sich regelmässig, welche Massnahmen oder Verbote aktuell in Kraft sind. Das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz aktualisiert die Gefahrenkarten regelmässig. Einzusehen sind sie auf meteoschweiz.ch
Melanie Köchli

