Hockey Reinach startet im Herbst in die neunte 1.-Liga-Saison. Mit zuletzt zwei Playoff-Teilnahmen wurden die sportlichen Ziele erreicht, nun will der Verein mit einem neuen, motivierten Vorstand einen Schritt weiterkommen und den Club auf und neben dem Eis konsolidieren. Dafür hofft ...
Hockey Reinach startet im Herbst in die neunte 1.-Liga-Saison. Mit zuletzt zwei Playoff-Teilnahmen wurden die sportlichen Ziele erreicht, nun will der Verein mit einem neuen, motivierten Vorstand einen Schritt weiterkommen und den Club auf und neben dem Eis konsolidieren. Dafür hofft Präsident Thomas Graber auf Unterstützung und kann schon erste Erfolge feiern.
Hockey Reinach hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Als «Red Lions» startete das Projekt 2017 mit wenig Kredit - auf und neben dem Eis gab es immer wieder Rochaden. Und doch hat der Club die sportliche Klasse Saison für Saison gehalten. Zuletzt erreichte man zweimal hintereinander die Playoffs. Dies, dank einigen Kräften, die seit vielen Jahren im Hintergrund arbeiten und ihr Herz dem Sport verschrieben haben. Zu ihnen gehört Sibylle Erismann, die in der vergangenen Saison zusammen mit Andrea Belser die Fäden zusammenhielt. Die beiden werden in der neuen Spielzeit von Thomas Graber unterstützt, der in den Monaten seit seiner Wahl zum Präsidenten alle Hebel in Bewegung gesetzt hat, den Club als Ganzes einen Schritt weiter zu bringen. Insgesamt gehören dem Vorstand nun sieben Personen aus der Region an, auch das ein Novum. Im Vordergrund steht neben dem sportlichen Erfolg das Sichtbarmachen des Vereins. «Wir sind viel mehr als ein Eishockey-Team das Spass am Spielen hat», erklärt Thomas Graber. «Wir sind ein Unternehmen, das jungen Menschen Spielmöglichkeiten bietet, das mit Partnerschaften die lokale Wirtschaft in Bewegung hält und für einen positiven Farbfleck in der Region sorgt.» Die Absicht sei es, gute Botschaften nach Aussen zu tragen und mit spannenden Spielen Emotionen zu wecken, sagt Graber weiter.
«Wir wollen zwei Schritte weiterkommen»
Doch es gibt auch Hürden, denen sich der neu zusammengesetzte Vorstand stellen muss: «Die Finanzierung ist eine Herausforderung. Ein wesentlicher Kostenpunkt sind die Eismiete und die Abgaben an den Verband», erklärt Graber. «Zudem haben wir Kosten für Reisen und Material und diese steigen erst noch Jahr für Jahr. Beispielsweise haben wir für die Mannschaft schnittfeste Kleidung besorgt um das Verletzungsrisiko zu minimieren.» Trotz steigender Herausforderungen kommt ein Aufgeben für Graber und seine Vorstandskollegen nicht infrage: «Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir die Spirale nach oben drehen, und Hockey Reinach als festen Bestandteil in der Oberwynentaler Sportlandschaft behalten können.» Aus Graber sprudelt es nur so heraus, er bringt eine Energie mit, von der sich schon einige Unterstützer anstecken liessen. «Wir wollen noch einen, nein zwei Schritte weiterkommen, den Club konsolidieren und mit sympathischen Aktionen den positiven Auftritt weiter schärfen.»
Sammelaktion «I Belive in You»
Beim Projekt «I Believe In You» führen diese Wege zusammen. Mit diesem Crowdfunding will der Club 20’000 Franken zusammenbringen, das ist ein Fünftel der jährlichen Fixkosten. Bisher wurden gut 3200 Franken gesammelt. Als Gegenleistung kann gewählt werden: Von einer Dankenskarte über Tickets oder Matchdress, bis hin zum «Meet and Greet» mit der Mannschaft. Und wohin soll die Reise führen, wenn sich die Spirale weiter nach oben dreht? Träumt man gar vom Aufstieg? «Die Teilnahme an einem Playoff-Halbfinal wäre schon ein riesiger Erfolg» ist Thomas Graber überzeugt. «Schritt für Schritt dorthin zu kommen, mit nachhaltiger Planung, mit seriöser Arbeit und mit Herzblut ist dank der Unterstützung unserer Sponsoren, Gönner und Fans durchaus möglich. Doch wir werden die Bodenhaftung nicht verlieren oder wir werden keine Luftschlösser bauen.» Hockey Reinach und auch der SC Reinach sollen dem Publikum Unterhaltung und Emotionen bieten, «um dieses Ziel zu erreichen, dafür setzen wir uns mit Herzblut und Leidensbereitschaft ein. Wenn das Crowdfunding gelingt, können wir es schaffen.»
Remo Conoci