Bei strahlendem Frühlingswetter trafen sich am vergangenen Samstag, 4. April fast 80 Personen für das gemeinsame Bäumlipflanzen des Natur- und Vogelschutzvereins Oberkulm (NV-VO) und des Gemeindeforstamtes. Familien mit Kindern, Grosseltern, Paten sowie Mitglieder und Vorstand des ...
Bei strahlendem Frühlingswetter trafen sich am vergangenen Samstag, 4. April fast 80 Personen für das gemeinsame Bäumlipflanzen des Natur- und Vogelschutzvereins Oberkulm (NV-VO) und des Gemeindeforstamtes. Familien mit Kindern, Grosseltern, Paten sowie Mitglieder und Vorstand des Vereins folgten der Einladung, um gemeinsam wieder ein neues Stück Wald für die jüngste Generation der Gemeinde zu schaffen. Der Anlass verband in diesem Jahr bereits zum 29. Mal Naturschutz mit Gemeinschaftssinn – und bietet jungen Familien einen besonderen Bezug zur heimischen Landschaft.
(Eing.) Der Nachmittag begann mit dem Treffpunkt im Dorf, wo Vereinspräsidentin Martina Müller die Teilnehmenden herzlich begrüsste. In kurzen Worten stellte sie den Natur- und Vogelschutzverein und dessen Engagement für den Schutz von Lebensräumen und Artenvielfalt in der Region vor. Anschliessend machte sich die bunt gemischte Gruppe auf den Weg zum Pflanzgebiet im Ischlag. Rund eine halbe Stunde dauerte der Spaziergang – ein gemütlicher Weg, der sowohl mit Kinderwagen als auch mit kurzen und langen Beinen gut zu bewältigen war.
Am Ziel angekommen, zeigte Gemeindeförster Urs Wunderlin die vorbereitete Pflanzfläche an einem nordseitigen Hang. Solche Anlässe, betonte er, seien nicht nur eine schöne Tradition, sondern auch eine Gelegenheit, Menschen für die Natur zu begeistern und den Wert des Waldes bewusst zu machen. Der Wald sei weit mehr als eine Ansammlung von Bäumen: Er biete zahlreichen Tierarten Lebensraum, schützte Hänge vor Erosion und Naturgefahren und diene der Bevölkerung als wertvolles Naherholungsgebiet. Zugleich sei er der beste Spielplatz für Kinder, so erklärte der Gemeindeförster.
Insgesamt wurden auf dem Pflanzgebiet im Ischlag 200 Weisstannen gesetzt. Ergänzend pflanzten die Teilnehmenden 28 Bergahorne, die jeweils mit Einzelschützen versehen wurden. Diese Schutzmassnahmen sollen verhindern, dass junge Triebe von Wildtieren beschädigt werden. Die ausgewählten Baumarten sind gut an die Bedingungen des Standortes angepasst. Mit Spaten und Schaufeln ausgerüstet machten sich die Familien ans Werk. Während Erwachsene die Pflanzlöcher vorbereiteten und die jungen Bäume sorgfältig einsetzten, halfen die Kinder eifrig mit, die Erde rund um die Setzlinge festzutreten. Schritt für Schritt entstand so ein neues Stück Wald.
Nach getaner Arbeit klang der Anlass in geselliger Runde aus. Beim gemeinsamen Zvieri mit Rauchwürsten, Käse und frischem Brot konnten sich die Helferinnen und Helfer stärken. Dazu wurden Getränke sowie eine grosse Auswahl an selbstgebackenen Kuchen angeboten, die grossen Anklang fanden. Viele Eltern nutzten die Gelegenheit, sich auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen, während die Kinder rund um den Treffpunkt spielten.
So endete der gelungene Anlass in entspannter Atmosphäre mit dem guten Gefühl, gemeinsam die Geburt der jüngsten Oberkulmer gewürdigt und zugleich einen wertvollen Beitrag zum Schutz und Erhalt der Natur geleistet zu haben.