Das Tabakmuseum in Menziken ist ein kleiner Leckerbissen, wenn es um Geschichte geht. Das kleine Museum zeigt detailliert und unbeschönigt eine Zeit der gesellschaftlichen Entwicklung während der Blüte der Tabakindustrie.
Seit seiner Eröffnung im ...
Das Tabakmuseum in Menziken ist ein kleiner Leckerbissen, wenn es um Geschichte geht. Das kleine Museum zeigt detailliert und unbeschönigt eine Zeit der gesellschaftlichen Entwicklung während der Blüte der Tabakindustrie.
Seit seiner Eröffnung im November 2000 taucht man in dem Kleinod der Tabakgeschichte an der Gütschstrasse in Menziken in eine fremde Welt ein. Damals, als Heimarbeit den Alltag der Familien bestimmte und Maschinen die Handarbeit immer mehr ablösten. Eine Welt, in der die steigende Nachfrage nach Tabakprodukten aus dem «Stumpenland» zu Wohlstand im Tal führte und ein Magnet auch für andere Industrien wurde. Die Ausstellung zeigt unter anderem die Stellung der Arbeiter ebenso wie die Entwicklung der Geräte und Maschinen, die für die Zigarrenherstellung eingesetzt wurden.
Wie eindrücklich diese Welt ist, erlebten auch die Mitglieder von Güfis Small-Business Club, die eine Führung im Tabakmuseum gebucht hatten. Der Club, der Entscheidungsträger und Denker vernetzt, besucht mehrmals im Jahr Firmen von Industrie und Gewerbe. Die Mitglieder erhielten einen tiefen Einblick in eine Epoche, geprägt von Armut, gesellschaftlichem Wandel und der Abhängigkeit von Rohstoffen. Hanspeter Röthlin führte die Gruppe mit spannenden Geschichten durch eine Zeit, in der die Menschen eine bemerkenswerte Resilienz entwickelten, um zu überleben und sich immer wieder an neue Bedingungen anpassen mussten.
Dominique Rubin
Weitere Informationen sind unter www.tabakmuseum.ch zu finden.