Hunderte, wenn nicht sogar Tausende Zuschauerinnen und Zuschauer standen dem prächtigen Räbeliechtli- und Laternenumzug am Montagabend Spalier. Trotz der Kälte wurde so manchen warm ums Herz.
Wenn in einigen Quartieren Menzikens an einem Montagabend um ...
Hunderte, wenn nicht sogar Tausende Zuschauerinnen und Zuschauer standen dem prächtigen Räbeliechtli- und Laternenumzug am Montagabend Spalier. Trotz der Kälte wurde so manchen warm ums Herz.
Wenn in einigen Quartieren Menzikens an einem Montagabend um 18.30 Uhr die Strassenbeleuchtung ausfällt, dann ist etwas Besonderes im Anmarsch. Tatsächlich standen in der Kirchstrasse schön aufgereiht mehrere Hundert Kindergarten- und Schulkinder bereit, um mit ihren selbstgebastelten Räbeliechtli und Laternen auf die Umzugsroute zu gehen.
Klassische Räbeliechtli aus richtigen, ausgehöhlten «Räbe», also weissen Rüben, waren dabei klar in der Unterzahl. Mittlerweile sind Bastelarbeiten aus verschiedensten Materialien – nicht selten mit einer PET-Flasche als Grundlage – weit häufiger anzutreffen. Als Lichtquelle dient meist ein LED-Lämpli, es hat die früher übliche Rechaudkerze fast überall abgelöst. So ausgerüstet gings auf den Umzug. Ein farbenfroh leuchtender Tatzelwurm bewegte sich singend durch die Strassen. Die Lehrperson meist voraus und tonangebend, die Kinder stolz hinterher. Und weil kaum jemand hörte, was vor oder hinter einem gesungen wird, entstand bald ein ganz eigener «Kanon». Zwischendurch vielleicht unterbrochen von einem «Hallo, Mami!», wenn es den Kindern denn überhaupt möglich war, in den Menschenmassen am Strassenrand die eigenen Eltern auszumachen.
Die Route führte vom alten Schulhaus her durch die Grünau- und Pilatusstrasse, Kirch- und Russirainstrasse und schliesslich auf die Wiese zwischen Pavillon 2 und Primarschulhaus, wo sich alle Teilnehmenden mit ihren Laternen zum Schlussgesang versammelten. Eine wahre Freude für Auge, Ohr und Herz!
Roland Marti