Der Gemeinderat Oberkulm kümmert sich um das Schulraumproblem. Die Schülerzahlen steigen und bereits jetzt ist der Platz knapp. Darum liegt nun das Baugesuch für den 4-fach Kindergarten auf.
Mit einer Informationsveranstaltung im März 2025 nahm das ...
Der Gemeinderat Oberkulm kümmert sich um das Schulraumproblem. Die Schülerzahlen steigen und bereits jetzt ist der Platz knapp. Darum liegt nun das Baugesuch für den 4-fach Kindergarten auf.
Mit einer Informationsveranstaltung im März 2025 nahm das Projekt «4-fach Kindergarten» in Oberkulm seinen Lauf. Vorgestellt wurde damals das Siegerprojekt «Rägebogefisch» der Langenegger Architekten AG aus Muri, welches sich in einem Architekturwettbewerb durchsetzte. An der Gemeindeversammlung im November wurde der Verpflichtungskredit von 5’000’000 Franken bewilligt. Teilbestand dieses Kredits waren auch der Abriss und die Entsorgung der Liegenschaft an der Neudorfstrasse 21.
Geplant ist der Neubau auf der Parzelle 544, die sich neben der Schulanlage befindet. Der Kindergarten soll Platz für vier Klassen bieten. Zwei der Haupträume befinden sich im Erdgeschoss und die weiteren zwei im Obergeschoss. Mit den dazugehörenden Nischen haben sie alle eine Grösse von über 114 Quadratmeter und bieten somit viel Platz zum Spielen und Lernen für den Oberkulmer Nachwuchs.
Dieser Raum wird dringend benötigt, schliesslich sind momentan Kindergartenklassen in der Wynenschulanlage und im Gemeindeschulhaus untergebracht. Das ist eine nicht optimale Lösung, besonders wenn man beachtet, dass die Schülerzahlen in den nächsten Jahren steigen sollen. Mit dem Bau des Kindergartens erhalten die Kinder zudem ihren eigenen Spielraum im Freien. Dieser wird begrünt und natürlich dürfen Spielapparate nicht fehlen. Die Wyna, welche am Rand des Grundstückes entlangfliesst, stellt dabei keine Gefahr für die Kinder dar. «Entlang des betreffenden Abschnitts ist eine entsprechende Absicherung vorgesehen», erklärt Gemeinderat Silvan Leuenberger auf Anfrage. Wie diese genau aussehen wird, ist Bestandteil der Feinplanung der Gartengestaltung.
Rollstuhlgängig und hell
Bei der Planung des Kindergartens wurde darauf geachtet, dass das gesamte Gebäude rollstuhlgängig ist. Dazu gibt es im EG und OG ein Behinderten-WC und ein Lift verbindet alle Geschosse miteinander. Im Untergeschoss befinden sich vier Schutzräume, die Platz für rund 200 Personen bieten. Neben dem Lift gibt es im Vorraum eine Treppe über alle drei Stockwerke und eine Aussentreppe verbindet das OG mit dem Spielplatz.
Visuell kommt das Gebäude in einer natürlichen Optik daher. Die Fassaden werden mit einer hellen Holzschalung verkleidet und die grossen Fenster sorgen für einen Blick ins Grün. Auf dem Dach wird eine Photovoltaik-Anlage angebracht.
Damit sich während des Baus keine Schülerinnen oder Schüler auf die Baustelle verirren, wird ein Baugitter errichtet. So kann die Fläche beim Schulhaus weiterhin genutzt werden. Der Kostenvoranschlag ist gemäss Baugesuch bei 4’660’000 Franken inkl. Mehrwertsteuer.
Den ursprünglich im Mai geplanten Baustart für das Projekt wird man wohl nicht einhalten können, schliesslich liegt das Baugesuch noch bis am 26. Mai auf der Gemeindekanzlei auf. Ein Bezug ist gemäss Silvan Leuenberger für den Herbst 2027 geplant.
Melanie Köchli