Grosseinsatz nach Unfall mit WSB, Bus und Auto - es war nur eine Übung

  25.04.2026 Region

Im Zentrum der Übung standen Führungsprozesse, Kommunikation zwischen den Einsatzkräften, technische Rettung, sanitätsdienstliche Care-Versorgung sowie polizeiliche und kriminaltechnische Massnahmen. Die Übung war als sogenannte Einsatzübung/Alarmübung konzipiert. Das bedeutet: Die beübten Organisationen kannten nicht alle Details im Voraus. Die Übungsleitung gab das Unfallsszenario inklusive Schadensplatz sowie einige zeitliche Programmpunkte vor. Im Weiteren trafen die übenden Organisationen die zur Bewältigung des Ereignisses nötigen Massnahmen.

Wir haben den Oberkulmer Serge Richner, Leiter ZSO kurz erwischt und nach seinen Eindrücken gefragt:

Herr Richner, wie waren Ihre Eindrücke von der Übung?

«Ich nehme sehr positive Eindrücke mit. Es war spannend zu sehen, wie die verschiedenen Partnerorganisationen zusammenarbeiten, ihre Abläufe aufeinander abstimmen und gemeinsam ein komplexes Ereignis bewältigen.»

Waren Sie schon einmal real mit einer so grossen Situation gefordert?

«Ein Ereignis in dieser Grössenordnung habe ich bisher noch nie live erlebt. Gerade deshalb ist es wichtig, solche Situationen zu üben. Man weiss nie, wann der Ernstfall eintritt, aber man kann sich bestmöglich darauf vorbereiten.»

Unfälle passieren aufgrund von Unaufmerksamkeit. Welchen Appell haben Sie an die Verkehrsteilnehmenden?

«Unfälle können schnell entstehen, gerade im Strassenverkehr, wenn für einen Moment die Aufmerksamkeit fehlt. Umso wichtiger ist es, Risiken ernst zu nehmen, vorausschauend zu handeln und aufeinander Rücksicht zu nehmen.»

Die Übung startet mit einem supponierten Notruf, sinngemäss: «Schwerer Unfall einer Strassenbahn in Buchs, viele Opfer.» Daraufhin alarmiert die Kantonale Notrufzentrale (KNZ) in Aarau die Einsatzkräfte. Zu Übungsbeginn zeigt sich folgendes Lagebild: Eine Strassenbahnkomposition und ein Bus sind frontal kollidiert. Gemäss Szenario erlitt der Busfahrer einen medizinischen Notfall, verriss das Lenkrad und prallte anschliessend mit der Strassenbahn zusammen. Infolge der Kollision kippten beide Fahrzeuge seitlich um. Ein nachfolgender Personenwagen fuhr daraufhin in den Bus und entzündete sich. Durch die Wucht des Ereignisses wurden Insassen aus den Fahrzeugen geschleudert, teilweise eingeklemmt oder verletzt. Zusätzlich befinden sich Passantinnen und Passanten im Ereignisraum. Für das Szenario wird von rund 20 Personen im Bus, 30 Personen in der Strassenbahn, 2 Personen im Personenwagen sowie weiteren Personen als Passantinnen und Passanten im Umfeld ausgegangen.

 

 


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