Gunzwiler Krise verschärft sich
01.10.2026 SportDer FC Gunzwil zeigt insgesamt eine enttäuschende Leistung und verliert auswärts in Küssnacht verdient mit 3:1. Die Michelsämter bäumen sich zu spät auf und verlassen damit den September ohne einen einzigen Punktgewinn. Nun gilt es den Fokus rasch auf die ...
Der FC Gunzwil zeigt insgesamt eine enttäuschende Leistung und verliert auswärts in Küssnacht verdient mit 3:1. Die Michelsämter bäumen sich zu spät auf und verlassen damit den September ohne einen einzigen Punktgewinn. Nun gilt es den Fokus rasch auf die kommenden Aufgaben zu richten, damit es einen Turnaround auf die vier Niederlagen in Serie geben kann.
Bereits beim Einlaufen erreichte Gunzwil-Coach Bolliger die erste Hiobsbotschaft, als Rogger anmeldete, mit seinem Knie so nicht Fussball spielen zu können. So kam Luca Süess zu seinem nächsten Einsatz in der Innenverteidigung, nachdem er diese Position bereits in Schattdorf innehatte.
Den Gästen aus dem Michelsamt gelang der Start in die Partie überhaupt nicht. Die Gastgeber wirkten wacher, waren schneller am Ball und wussten auch spielerisch mehr zu überzeugen in der Startphase. Beide Teams betrieben in dieser Phase Chancenwucher, wobei sich vor allem die Küssnachter zu diesem Zeitpunkt fragen mussten, warum es trotz eines Chancenverhältnisses von 5:1 immer noch 0:0 stand. In der 21. Minute war es dann aber doch soweit. Nach einem schönen Angriff über die rechte Seite fand der Ball den Weg zu Mürner, welcher Bieler diesmal keine Chance liess und seine Farben verdient in Führung brachte. Nur vier Minuten später hätte es bereits 2:0 stehen müssen, als Küssnacht die nächste Topchance ausliess. Zu allem Überfluss musste dann in der 35. Minute noch Gerber verletzungsbedingt ausgewechselt werden, er wurde durch Pervorfi ersetzt. Die Gäste durften sich nicht beklagen, dass zur Pause immer noch alles offen war.
Zu spätes Aufbäumen von Gunzwil
Die 2. Halbzeit startete eher gemächlich. In der 62. Minute erzielte Afonso Domingos das 2:0 und versetzte den Gunzwiler Hoffnungen einen argen Dämpfer, Punkte aus dem Kanton Schwyz mitnehmen zu können. In der 68. Minute setzen die Gäste dann den Startpunkt zu ihrer besten Phase in der Partie. Koch entwischte über die linke Seite der gesamten Defensive, schloss ab und wurde dabei im Strafraum ganz klar am Trikot gezogen. Die Gastgeber hätten sich hier nicht über einen Elfmeterpfiff beschweren können. In der gleichen Szene kam anschliessend Schumacher an den Ball, aber anstatt den Ball mit Überzeugung in die Maschen zu hauen, gab es einen Abschluss ohne wirkliche Überzeugung. Aber es war der Startschuss in eine zuerst nicht mehr für möglich gehaltene, unterhaltsame Schlussviertelstunde. In der 75. Minute entwischte Koch erneut der Küssnachter Defensive und diesmal klappte es, der Anschlusstreffer zum 2:1 war Tatsache. Die Spannung im Spiel war zurück. In der 84. Minute dann ein nächster Angriff über die rechte Seite und wieder war es Koch, welcher mehr oder weniger alleine auf Wagner losziehen konnte, dieses Mal aber aus aussichtsreichster Position scheiterte. Küssnacht konnte dann ganz zum Schluss wieder mehr für Entlastung sorgen und kam in der Nachspielzeit nach einem Fehler in der Michelsämter Defensive durch Qupi sogar noch zum 3:1. Damit war die Niederlage für die Bolliger-/Erni-Elf besiegelt.
Katastrophaler September für die Michelsämter
Im September gibt es leider keinen einzigen Punktgewinn zu verzeichnen. Das späte Aufbäumen in Küssnacht kam zu spät, zeigte aber, dass es die Mannschaft eigentlich draufhätte. Als nächstes gilt es, sich trotz dünner Personaldecke auf das Heimspiel gegen Stans vorzubereiten. Spielbeginn ist am kommenden Samstag um 18 Uhr.
Marc Müller
