Zwei Stühle und ein Tisch. Mehr brauchen Harald Schmidt und Hanna Scheuring nicht, um einen ganzen Saal zu unterhalten. Besonders der deutsche TV-Entertainer tat zum Saalbau-Saisonstart das, was er seit Jahrzehnten tut: Er bietet beste Unterhaltung.
Fangen wir aber ...
Zwei Stühle und ein Tisch. Mehr brauchen Harald Schmidt und Hanna Scheuring nicht, um einen ganzen Saal zu unterhalten. Besonders der deutsche TV-Entertainer tat zum Saalbau-Saisonstart das, was er seit Jahrzehnten tut: Er bietet beste Unterhaltung.
Fangen wir aber bei Hanna Scheuring an. Natürlich bringt man sie sofort mit ihrer Rolle als «Vreni» aus der TV-Serie «Fascht e Familie» in Verbindung. Sie ist jedoch bis heute eine herausragende Schauspielerin geblieben und leitet das Bernhardtheater in Zürich sehr erfolgreich. Ihr fröhliches Wesen und die geschickt eingeflochtenen Bemerkungen machten das Bühnengespräch mit Harald Schmidt sehr dynamisch. Im Zusammenspiel mit dem Entertainer überlässt sie diesem zwar mehrheitlich die Redezeit, es ist aber genau diese Gesprächsführung von Hanna Scheuring, die dafür sorgt, dass der Redefluss von Harald Schmidt nicht ausufert. Der TV-Mann hätte locker noch eine Stunde länger reden können. Nach der Vorstellung beantwortete Schmidt die Frage, ob er diesbezüglich einen Weltrekordversuch starten möchte, jedenfalls nicht mit einem klaren Nein.
Unentwegt reihte Schmidt Geschichte an Geschichte, wusste zu jeder noch so kurzen Anmerkung etwas zu erzählen, aber nie so, dass es den Zuhörenden langweilig geworden wäre. Sogar an das Interview mit dem Wynentaler Blatt, das vor einem halben Jahr stattfand, erinnerte er sich und flocht Bemerkungen dazu in die Gesprächsrunde ein. Auch wenn man selten sicher sein kann, ob das Gesagte dann wirklich wahr ist, oder reine Fiktion. Seine Erzählungen von den Drehtagen für die TV-Serie «Traumschiff», in der er den Kreuzfahrtdirektor Oskar Schifferle spielt, wirken echt. Wenn er dagegen vom Elternabend berichtet, an den er am Montag hingehen muss, dürfte nur wenig Wahrheit drinstecken – seine Kinder sind nämlich alle erwachsen.
Catering in neuen Händen
Ob wahr oder nicht wahr, spielte den 220 Gästen im Saalbau keine Rolle, sie genossen die Matinée in vollen Zügen. Zuerst mit Kaffee und Gipfeli, danach mit einem Gespräch, das zwei Bühnenleute führten, zwischen denen eine spürbare Freundschaft gewachsen ist. Das reichhaltige Buffet wurde übrigens erstmals vom Restaurant-Schneggen-Team serviert. Küchenchef Ralf von der Heyde und Teammitglied Emily zogen nach dem Event eine positive Bilanz und freuen sich auf die nächsten Anlässe im Saalbau Reinach. Das «Tribute to Johnny Cash fand bereits gestern Mittwoch statt, am kommenden Samstag ist Stéphanie Berger zu Gast, ehe sich nächste Woche Peach Weber (27. Oktober), Beat Schlatter und Anet Corti (31. Oktober) quasi die Türklinke in die Hand geben.
Remo Conoci