Erneut wurde bei «Happy Day» einer Familie aus unserer Region eine grosse Freude bereitet. Überrascht wurden einerseits die in Oberkulm aufgewachsene Yvonne Widmer und ihr Sohn Felix, andererseits der in den USA lebende Peter Luginbühl. Es kam zu einer ...
Erneut wurde bei «Happy Day» einer Familie aus unserer Region eine grosse Freude bereitet. Überrascht wurden einerseits die in Oberkulm aufgewachsene Yvonne Widmer und ihr Sohn Felix, andererseits der in den USA lebende Peter Luginbühl. Es kam zu einer herzerwärmenden Wiedervereinigung.
Initiantin der Überraschungsaktion ist die zwölfjährige Noa. «Mein Papa Felix und sein Onkel Peter haben sich vor vier Jahren das letzte Mal gesehen, auch meine Grossmutter Yvonne hat ihren Bruder sehr lange nicht mehr persönlich getroffen», erzählt das Mädchen dem Moderator der SRF-Sendung «Happy Day», Nik Hartmann. Die Zuschauer erfahren, dass Peter Luginbühl vor 40 Jahren in die USA ausgewandert ist. Regelmässig reiste dieser mit seiner Frau Marsha in die Schweiz, doch die Besuche wurden immer seltener. Grund dafür ist eine Erkrankung, Peter leidet an Parkinson und kommt nur noch selten aus dem Haus.
«Das kann doch nicht sein», sagte sich die junge Noa und wandte sich an «Happy Day». Als die Zwölfjährige auf Schloss Biberstein vor der Kamera erzählte, welches ihre Beweggründe waren, wusste sie selber noch nicht, dass ihr Grossonkel gleich hinter ihr auftauchen wird. Ein erster bewegender Moment in einer Sendung, die noch viele Emotionen bereithalten wird.
Wenig später wurde nämlich auch Peters Schwester Yvonne Widmer, die in Oberkulm aufgewachsen ist, an gleicher Stelle überrascht. «Ich dachte, ich träume. Manchmal träumt man so intensiv, dass man meint, es sei echt», sagte sie später in einem Interview. Die Familie lebt inzwischen buchstäblich auf der ganzen Welt verteilt, die Familienbande ist aber geblieben. «Du hast mir gesagt, der Zug sei abgefahren, um nach Amerika zu kommen», sagte Peter unter Tränen zu seiner Schwester, «da habe ich mir gedacht, dann komme ich halt zu dir.»
Legendärer Besuch im Brügglifeld
Eine grosse Gemeinsamkeit haben auch Felix und der in Amerika lebende Peter: die Liebe zum FC Aarau. Felix ist der Sohn von Yvonne und Peter damit sein Onkel. Schon vor 40 Jahren besuchten die beiden Spiele im Brügglifeld, Felix noch als kleiner Knirps. Auch er ist in Oberkulm aufgewachsen und spielte für den FC Gontenschwil. «Heute noch schicke ich Peter von jedem Spiel ein Bild in den Bundesstaat Wyoming, exakt 8348 Kilometer vom Brügglifeld entfernt», erzählt der 45-Jährige gegenüber dieser Zeitung: «Ohne den FC Aarau wäre meine transatlantische Beziehung zu meinem Onkel nicht die gleiche.» Noch einmal ein Spiel mit seinem Onkel hier zu erleben, das sei einfach das Grösste für beide gewesen.
Denn genau das ermöglichte «Happy Day» vor gut einem Monat, was jedoch erst am Samstag im Fernsehen zu sehen war. Tochter Noa hatte ihren Papa unter einem Vorwand ins Brügglifeld gelockt, einfach mal um danke zu sagen, behauptete sie. Papa Felix wurde jedoch mitten auf dem Spielfeld mit dem Besuch aus den USA überrascht, und aus der Meistermannschaft von 1993 stand unvermittelt auch noch Petar Aleksandrov neben ihm, der bei dieser Szene ebenfalls ein paar Tränen vergoss.
Noch am gleichen Tag besuchten Peter, Felix und Noa das Spiel im Brügglifeld zwischen dem FC Aarau und dem FC Vaduz, wie früher, wie schon so oft. Peter habe Tränen in den Augen gehabt, erzählt FCA-Platzspeaker Markus Papis dem Wynentaler Blatt über seine Beobachtungen während dem Spiel und bestätigt das, was viele über das Brügglifeld wissen: Es ist kein Ort, wo man hin geht, weil man seinen Club ständig gewinnen sieht, sondern weil hier Geschichten geschrieben werden, wie diese. Alles Gute, Peter!
Remo Conoci