In der AZ und im Wynentaler war zu lesen, dass die Parkplätze beim Stierenberg, beim Vitaparcours und beim Schützenhaus Burg künftig auf acht Stunden beschränkt werden sollen. Diese geplante Parkplatzbewirtschaftung wirft Fragen auf. Bereits die vorgesehenen ...
In der AZ und im Wynentaler war zu lesen, dass die Parkplätze beim Stierenberg, beim Vitaparcours und beim Schützenhaus Burg künftig auf acht Stunden beschränkt werden sollen. Diese geplante Parkplatzbewirtschaftung wirft Fragen auf. Bereits die vorgesehenen Parkzeitbeschränkungen auf einzelnen Strassen sorgten in der Bevölkerung für Diskussionen. Nun sollen auch noch Parkplätze bei Freizeitanlagen bewirtschaftet werden. Damit werden indirekt auch Vereine getroffen, die ihre Klubhäuser für sportliche Aktivitäten, Vereinsanlässe oder Vermietungen nutzen. Dabei gäbe es bereits heute Möglichkeiten, gegen missbräuchliches Langzeitparkieren vorzugehen. Nicht immatrikulierte oder fahrunfähige Fahrzeuge dürfen nicht dauerhaft auf öffentlichem Grund abgestellt werden. Die Gemeinde und die Polizei verfügen schon heute über die notwendigen gesetzlichen Grundlagen, um solche Fahrzeuge zu büssen oder entfernen zu lassen. Es wäre sinnvoll, diese bestehenden Möglichkeiten konsequent anzuwenden. Auch eine Verbotstafel für Caravan, wie man diese beim Badiparkplatz kennt, könnte eine Lösung sein. Als Bürger frage ich mich, ob die Gemeinde mit dieser Strategie die richtigen Prioritäten setzt. Menziken steht vor deutlich grösseren Herausforderungen: steigende Sozialkosten, höhere Ausgaben für die Spitex sowie die notwendigen Investitionen in die Infrastruktur aufgrund des Bevölkerungswachstums. Auch die Frage des Wasserhaushalts verdient Beachtung. Angesichts der regen Bautätigkeit stellt sich weiter die Frage, wie lange die heutige Versorgung noch gewährleistet werden kann, wenn gleichzeitig Wasser an andere Gemeinden geliefert wird. Ich hoffe, dass sich die Gemeindestrategie künftig stärker auf die wirklich dringenden Aufgaben konzentriert und nicht die Parkplatzbewirtschaftung in den Mittelpunkt stellt. Einsprachen können noch bis zum 20. Juli gemacht werden.
Hans-Heinrich Leuzinger, Menziken