Hier gibt es Hilfe bei Herausforderungen
25.06.2026 RegionDie Regionale Fachstelle für Jugend- und Familienberatung (JFB) für den Bezirk Kulm ist als niederschwelliges Angebot geplant, das die Anzahl der Kinderschutzfälle reduzieren soll. Bis dahin gibt es bereits bestehende Angebote, die Abhilfe schaffen können.
Das Leben ...
Die Regionale Fachstelle für Jugend- und Familienberatung (JFB) für den Bezirk Kulm ist als niederschwelliges Angebot geplant, das die Anzahl der Kinderschutzfälle reduzieren soll. Bis dahin gibt es bereits bestehende Angebote, die Abhilfe schaffen können.
Das Leben von Jugendlichen verändert sich ständig. Von der Pubertät über die Schule bis hin zur anstehenden Berufswahl stehen Teenager vor grossen Herausforderungen. Der Jugendpsychologische Dienst von ask! berät Jugendliche und junge Erwachsene in dieser wichtigen Zeit. «Wenn sie eine Lehre absolvieren, eine Mittelschule, ein 10. Schuljahr, ein Zwischenjahr, ein Brückenangebot oder ein Motivationssemester besuchen (mit Wohn-, Schul- oder Arbeitsort im Kanton Aargau), können die Betroffenen sich bei beruflichen, schulischen und persönlichen Schwierigkeiten an uns wenden», beschreibt ask! ihr Angebot auf ihrer Webseite.
Nicht nur für Jugendliche
Auch Eltern, Lehrpersonen und Ausbildungsverantwortliche können sich bei der Beratungsstelle melden und Hilfe im Umgang mit ihren Kindern, Schülern oder Lernenden zu erhalten. Die Beratungen sind frewillig, und kostenlos und finden online oder an den Standorten Aarau oder Baden statt. Zudem gibt es unter der Telefonnummer 062 832 64 40 telefonische Kurzberatungen. Alle Gespräche, die im Rahmen der Jugendpsychologischen Beratung stattfinden, sind vertraulich und alle Beratungspersonen unterstehen der Schweigepflicht.
Eine Abklärung von Lese- und Rechtschreibstörungen (LRS) kann bei ask! ebenfalls gemacht werden. Diese dienen als Grundlage für einen möglichen Nachteilsausgleich. Unter beratungsdienste.ch sind alle Angebote von ask! zu finden.
Angebote in anderen Bezirken
Während der Bezirk Kulm die JFB am Aufgleisen ist, gibt es in anderen Bezirken im Aargau bereits solche Anlaufstellen. Die Jugend-, Ehe- und Familienberatung im Kanton Aargau (JEFB) bietet auf ihrer Website jefb.ch eine Übersicht über die verschiedenen Beratungsstellen un jeweiligen Bezirk.
JEFB beschreiben sich selbst als «regional gewachsene, polyvalente Beratungsstellen.» Wer einer angegliederten Gemeinde des jeweiligen Bezirks angehört, der kann die Dienstleistungen nutzen, unabhängig von Herkunft, Alter oder Geschlecht. Verfügt ein Bezirk über keine Anlaufstelle, so wird erklärt, wo man sich bei Problemen melden kann.
Wichtig zu wissen ist, dass sich die Angebote in den einzelnen Beratungsstellen unterscheiden können. Wer sich selbst bei einer Beratungsstelle meldet, kann auf breit gestützte Hilfe zählen. Diese Beratungen unterstehen der Schweigepflicht. Weitere Informationen gibt es unter jefb.ch
Beratung für Eltern und Kinder
Die Pro Juventute bietet rund um die Uhr eine niederschwellige Elternberatung an. Per Telefon, WhatsApp oder E-Mail können Erziehungsfragen und akute Problemsituationen zeitnah besprochen und Lösungen diskutiert werden. Die Telefonnummer 058 261 61 61 ist jederzeit erreichbar, während die Beratung via WhatsApp innerhalb von 24 Stunden erfolgt. Eine Antwort per Mail kann innert 48 Stunden erwartet werden.
Im Fokus der Elternberatung der Pro Juventute steht immer das Kind. Auch diese Beratungen sind vertraulich und werden von Fachpersonen durchgeführt.
Weiter gibt es eine Anlaufstelle gegen Mobbing, die sich um alle Anliegen rund um dieses Thema kümmert. Das Angebot richtet sich an Betroffene von Mobbing, Angehörige sowie Personen aus dem schulischen Umfeld.
Alle Informationen zu den Angeboten von Pro Juventute sind auf der Website projuventute.ch zu finden.
Das bekannteste Angebot von Pro Juventute richtet sich an Kinder und Jugendliche selbst. Die Nummer 147 ist seit Jahren die Anlaufstelle für die Sorgen und Ängste der heranwachsenden Generation. Alle Anrufe auf die Nummer 147 sind kostenlos und erscheinen nicht auf der Telefonrechnung.
Zudem gibt es eine Beratung via WhatsApp, die täglich von 7.30 bis 22 Uhr genutzt werden kann. Antworten gibt es meist innerhalb von 24 Stunden.
Via E-Mail an beratung@147.ch können die eigenen Probleme ebenfalls schriftlich behandelt werden. Auch hier gibt es innert 24 Stunden Antwort. Diese beiden Angebote eignen sich hervorragend für alle, die lieber schreiben als reden. Für Notsituationen ist das Sorgentelefon jedoch immer noch der beste Weg. Die Website 147.ch bietet zudem weitere Informationen zu Themen, die Kinder und Jugendliche besonders beschäftigen, wie Angst, Depressionen oder Mobbing. Ein Blick lohnt sich auch für Eltern.
Melanie Köchli / Bild: iStock/galitskaya

