Vergangenes Wochenende stand in Meisterschwanden ganz die Natur im Mittelpunkt. Rund 65 Kinder nahmen am Jugendplauschtag des Naturschutzvereins Oberes Seetal teil. Mit Bewegung, Spiel und viel Lernspass brachten die verschiedenen Vereine den jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern die ...
Vergangenes Wochenende stand in Meisterschwanden ganz die Natur im Mittelpunkt. Rund 65 Kinder nahmen am Jugendplauschtag des Naturschutzvereins Oberes Seetal teil. Mit Bewegung, Spiel und viel Lernspass brachten die verschiedenen Vereine den jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern die heimische Natur- und Tierwelt näher.
«Der Posten war spannend», sagte eine motivierte junge Teilnehmerin, nachdem sie den Wasserkreislauf an einem der Posten durchgespielt hatte. Ein idealer Einstieg in das Thema bot der Rückblick auf die lange Hitzeperiode dieses Jahres. Was war anders? Wie sahen die Gewässer aus? «Also, es war sehr wenig Wasser im Bach, wo wir wohnen», erinnerte sich eines der Kinder.
Im Anschluss galt es für die junge Truppe, die Wassermoleküle in Form kleiner blauer Bälle einmal durch den ganzen Kreislauf zu transportieren. Mit den Füssen gaben sie die blauen Bälle vom eigenen Wasserbecken zum Sitznachbarn ins nächste Becken. Geschickt war die Aufgabe rasch erledigt. Danach mussten die Kinder je zwei Wassermoleküle über die Slackline transportieren. Bis schliesslich die Moleküle in einer Wolke, dargestellt durch eine Hängematte, wieder gesammelt wurden und als Regen auf die Erde prasselten. «Den Wasserkreislauf kannte ich schon, weil wir das in der Schule hatten», erzählte eines der Kinder stolz.
Auch die Begleitpersonen der Gruppe, Werner Roth und Anita Gwender vom Natur- und Umweltverein Boniswil, liessen sich den Spass nicht nehmen und stellten unter anderem ihre Fähigkeiten auf der Slackline unter Beweis.
Kreativität mit Naturmaterialien
Kaum war eine Gruppe an einem die nächste anmarschiert kam. So auch beim Posten des Dürrenäscher Vereins. Dort durften die Kinder ihrer Kreativität beim Basteln von Schlüsselanhängern freien Lauf lassen. Aus Naturmaterialien, einer Juteschnur und farbigen Perlen knüpften die Kinder ihren persönlichen Anhänger.
«Das war bis jetzt mein Lieblingsposten, weil ich sehr kreativ bin», zog ein Mädchen ihr Zwischenfazit.
«Meinen Anhänger mache ich an meine Schultheke», beschloss ihre Freundin kurzerhand.
Lernen macht hungrig
In einem Turnus wechseln sich die Vereine aus den Gemeinden Dürrenäsch, Seengen, Boniswil, Meisterschwanden, Sarmenstorf, Beinwil am See und Egliswil sowie der Landschaftsschutzverband Hallwilersee mit der Durchführung des Jugendplauschtags ab. Die Gastgebergemeinde kümmert sich jeweils um die Verpflegung, während die übrigen Vereine an einem der Posten für die wissenwerte Unterhaltung sorgen.
«Wir haben im Mai mit der Planung angefangen», erzählte eines der NVOS-Mitglieder, während sie gemeinsam mit anderen Vereinsmitgliedern die Mittagspause für die Kinder vorbereitete. Gleichzeitig riefen Ruth Gwender sowie Werner Roth ihre Truppe wieder zusammen, denn bei der katholischen Kirche in Meisterschwanden duftete es bereits nach Älplermagronen. Dass Lernen, Spiel und Bewegung hungrig machen, zeigte sich schnell am Appetit der munteren Gruppen.
Die Vereine des Naturschutzes Oberes Seetal lassen sich mit viel Hingabe und Kreativität einiges einfallen, um Kindern und Jugendlichen die Natur und Tierwelt spielerisch näherzubringen. Vielleicht gelingt es ihnen durch ihr Engagement auch, die nächste Generation für den Naturschutz zu begeistern und später neue Vereinsmitglieder willkommen zu heissen.
Der Jugendplauschtag zeigt jedenfalls: Wer Natur erleben, entdecken und dabei auch noch Spass haben darf, nimmt nicht nur neue Eindrücke, sondern vielleicht auch ein Stück Begeisterung für die Umwelt mit nach Hause.
Janine Flückiger