Am Freitagabend fand die Vernissage von «Artist in Residence» bei der Schulanlage Burg statt. Es war der Abschluss eines Projektes, das die Kreativität der Kinder förderte.
«Auch wir vom Gemeinderat brauchten Mut», erklärte Frau ...
Am Freitagabend fand die Vernissage von «Artist in Residence» bei der Schulanlage Burg statt. Es war der Abschluss eines Projektes, das die Kreativität der Kinder förderte.
«Auch wir vom Gemeinderat brauchten Mut», erklärte Frau Gemeindeammann Ursula Friederich vor den Primarschülern und deren Eltern, die alle gespannt zuhörten. Schliesslich sei es nicht einfach, der Bemalung der Turnhallenwand zuzustimmen. «Aber einer guten Idee muss man vertrauen», führte sie weiter aus und betonte, dass der Gemeinderat nun froh sei, sich auf dieses künstlerische Erlebnis eingelassen zu haben.
Entstanden ist ein Wandgemälde, das sich sehen lässt und auch in den kommenden Jahren die Kinder zur Kreativität anregen wird. Die Burg, welche in einem Wald von Grün steht, ist natürlich bewusst zum Ortsnamen gewählt. «Wenn man Sachen festhalten kann, muss man das machen», sagte der Graffitikünstler Pirmin Breu strahlend. Er war der «Artist», der sich seit Ende April im Schulhaus Burg eingerichtet hatte und gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern das Wandgemälde erstellt hat.
Doch nicht nur die Turnhallenwand wurde geschmückt, die Spraydosen kamen auch anderweitig zum Einsatz. «Ich habe den Kindern die Geschichte des Graffitis nähergebracht, sie haben sich regelrecht ins Thema gestürzt», erklärte Breu. Dabei ging es auch um das illegale Sprayen, über dessen Konsequenzen Breu die Schülerinnen und Schüler aufklärte. «Es gibt gute legale Alternativen, bei denen man nicht mit der Polizei in Kontakt kommt.»
Stolze Kinder und glückliche Eltern
Entstanden sind auch Gemälde, Skizzenbücher und Skulpturen, die die Kinder am Freitagabend stolz ihren Eltern zeigten. «Das hier hat mir am meisten Spass gemacht», meinte ein Junge und zeigte dabei auf eine Skulptur. «Mami, schau mal hier!», rief ein Mädchen aus einer anderen Ecke und präsentierte glücklich ihre Leinwand, auf der sie ihre Hand verewigte. Überall fanden sich am Freitag Kinder, denen dieses Kunstexperiment sichtlich Spass gemacht hatte und Eltern, die sich freuten, die Kunstwerke zu bestaunen. Auch Pirmin Breu meinte: «Es ist fantastisch, was sie gemacht haben. Ich will eigentlich gar nicht gehen.»
Bis im Juli bleibt Pirmin Breu den Schulkindern auf der Burg noch erhalten. «Wir haben noch einige Dinge angerissen, die wir fertig stellen müssen», sagte er augenzwinkernd. Die Nachwuchskünstlerinnen und -künstler wird es sicherlich freuen, denn an Ideen scheint es ihnen nicht zu fehlen.
Melanie Köchli