«Korrektes und faires Verfahren»
03.09.2026 WynentalDas Wynentaler Blatt hat Verwaltungsrat und Geschäftsleitung der Asana-Gruppe, den Spitalverein Wynental-Seetal und das Departement Gesundheit und Soziales DGS des Kantons Aargau mit den Äusserungen, die während des Medienanlasses gemacht wurden, konfrontiert.
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Das Wynentaler Blatt hat Verwaltungsrat und Geschäftsleitung der Asana-Gruppe, den Spitalverein Wynental-Seetal und das Departement Gesundheit und Soziales DGS des Kantons Aargau mit den Äusserungen, die während des Medienanlasses gemacht wurden, konfrontiert.
Der Spital-Verein wird sich kommende Woche im Wynentaler Blatt ausführlich zum Thema äussern und das DGS lässt ausrichten, man verzichte auf eine Stellungnahme, «weil es sich um gewerkschaftliche Anliegen an die Asana Spital Menziken AG respektive deren Unternehmungsleitung handelt.»
Seitens Leitung des Spitals Menziken liegt folgende Stellungnahme vor:
«Der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung haben über mehrere Jahre versucht, den Rückgang der Patientenzahlen zu bremsen. Leider ist dies nicht gelungen. Der wirtschaftliche Fortbestand des Asana Spital Menziken ist, wie bereits mehrfach berichtet, sehr gefährdet. Die in früheren wirtschaftlich guten Jahren (vor 2016) angehäuften Finanzmittel werden bis zur Betriebseinstellung am 31. Oktober 2026 zu einem grossen Teil aufgebraucht sein. Es ist dem Verwaltungsrat ein sehr wichtiges Anliegen, alle Zahlungsverpflichtungen, insbesondere die Löhne, Sozialleistungen, den Sozialplan und alle Lieferantenrechnungen bis zum Betriebsende vollständig bedienen zu können. Gleichzeitig hat er grosse Anstrengungen unternommen, um Nachfolgeangebote für die weitere medizinische Versorgung am Standort Menziken sicherzustellen. Auch der Spitalverein hat ausserordentlich hohe Mittel bereitgestellt, um den Spitalbetrieb bis zum 31. Oktober 2026 sicherzustellen.
Die Mitarbeitenden wurden im Rahmen einer Informationsveranstaltung am 24. Juni 2026 vom Verwaltungsrat persönlich und ausführlich über den Schliessungsentscheid informiert. Dabei konnten aktuelle Fragen von Mitarbeitenden, soweit möglich, bereits beantwortet werden.
Der Sozialplan ist entgegen der Meinung des VPOD in direktem Kontakt in einem rechtlich korrekten und fairen Verfahren mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern abgestimmt worden. Die in Art. 335f OR und Art. 335g OR geforderte Informationsund Konsultationspflicht wurde vollumfänglich durchgeführt. In der Tat wurden im Rahmen der 14-täglichen Konsultationsfrist von Seiten der Mitarbeiterschaft einige Vorschläge eingereicht. Der Verwaltungsrat hat diese am 14. Juli 2026 besprochen und so weit umsetzbar, in den definitiven Sozialplan eingepflegt. Der gültige Sozialplan mit Datum 14. Juli 2026 wurde den Mitarbeitenden wieder zugestellt.
Der Sozialplan darf nach Gesetz den wirtschaftlichen Fortbestand des Betriebs nicht gefährden (Art 335h Abs.2, OR). Der vom VPOD geforderte Sozialplan würde die Existenz der Gesundheitsversorgung im Wynental in krassester Weise gefährden. Der Betrieb des Spitals müsste innert Tagen komplett eingestellt werden. Die bereits aufgegleisten Nachfolgeangebote des Falkensteins in der Langzeitpflege sowie die Hausarztpraxis mit Walkin-Notfall und der Rettungsdienst, geführt durch das Luzerner Kantonsspital, müssten ebenfalls per sofort sistiert werden.
Mit dem Schliessungsentscheid und dem gewählten Vorgehen werden ca. 150 Arbeitsplätze und weitere gute medizinische Versorgung der Region gerettet. Die von der Gewerkschaft bzw. der Petition geforderte Alternative würde im Konkurs und Verlust dieser Vorteile enden. Der Sozialplan bewegt sich mit einem mittleren sechsstelligen Betrag im Rahmen der finanziellen Gegebenheiten. Für effektive Härtefälle sind wir parat.
Es ist dem Verwaltungsrat und der Spitalleitung ein grosses Anliegen, dass die Gespräche trotz der sehr herausfordernden Situation für alle Beteiligten konstruktiv und respektvoll geführt werden. Der Verwaltungsrat wird sich in den nächsten Tagen zur Erörterung der Sachlage mit den Funktionären des VPOD treffen.»
Werner Sprenger, Verwaltungsrat Asana Gruppe AG
