Lisa Gruhn, die 12 jährige Motocrossfahrerin aus Menziken, fährt mit ihrem pinkfarbenen Husqvarna MX Motorrad von Erfolg zu Erfolg. Im Moment führt sie mit ihrem 85 ccm Bike die Gesamtwertung des MX Jugendcups bei den Frauen Open an.
Neben der Freude am ...
Lisa Gruhn, die 12 jährige Motocrossfahrerin aus Menziken, fährt mit ihrem pinkfarbenen Husqvarna MX Motorrad von Erfolg zu Erfolg. Im Moment führt sie mit ihrem 85 ccm Bike die Gesamtwertung des MX Jugendcups bei den Frauen Open an.
Neben der Freude am Sport steht ein Alltag, in dem Disziplin, Planung und familiärer Support genauso wichtig sind wie Geschwindigkeit und Adrenalin. Im nachfolgenden Interview geben Lisa Gruhn und ihre Eltern Einblick ins Leben der ambitionierten Sportlerin.
Wynentaler Blatt: Lisa, du fährst seit deinem 3. Lebensjahr Motocross. Nun führst du mit gerade einmal 12 Jahren die Gesamtwertung MX Jugendcup bei den Frauen Open an. Wo liegen auf der Strecke deine grössten Stärken?
Ich fahre sehr konzentriert und mit einem starken Willen. Dabei achte ich sehr auf meine Technik und gehe keine Risiken ein.
Tempo, Staub, Kraft … was gefällt dir am Motocross-Sport eigentlich am allerbesten?
Einfach alles: der Staub, die Geschwindigkeit, das Adrenalin, das Geräusch der Motoren, die Motorräder, die gemeinsame Zeit mit meiner Familie im Bus und an der Strecke. Und ich liebe es zu gewinnen!
Schraubst du auch schon selbst an deinem Motorrad und veränderst Einstellungen, oder überlässt du das komplett deiner Crew?
Ich mache das, was ich kann, und lerne jeden Tag dazu. Den Rest macht mein Vater mit mir zusammen. Ganz schwierige Sachen erledigen dann Fachleute, nicht jeder kann alles können.
Beim Motocross geht es wild zu, und Stürze gehören leider zum Geschäft. Hast du dich schon mal ernsthaft verletzt, und wie gehst du mental damit um, wenn es dich mal vom Töff haut?
Stürze und Verletzungen gehören tatsächlich zu diesem Sport. Wirklich schlimme Verletzungen hatte ich noch nicht, darüber bin ich auch sehr froh.
Du nennst dich in den sozialen Medien und auf der Strecke «NeutraLisa #223». Wie bist du auf diesen kreativen Namen gekommen und was bedeutet die Startnummer 223 für dich?
Der Name NeutraLisa #223 setzt sich zusammen aus dem Wort «Neutralisieren» und meinem Vornamen. Er ist entstanden, weil ich jeden, der vor mir fährt, neutralisieren möchte. Die Startnummer steht für meinen Geburtstag (22.3). Somit steht mein Kampfname «NeutraLisa #223» ausschliesslich für mich und ist nicht ersetzbar.
Wie sieht deine Vorbereitung in den nächsten Tagen aus, wo fährst du dein nächstes grosses Rennen?
Aktuell bereite ich mich auf den nächsten Meisterschaftslauf bei den Ladys Open im September in Konstanz vor. Dazu fahre ich noch einige Nebenrennen, wie z.B. am nächsten Wochenende in Gossau (ZH). Dort stehe ich mit einer Menge erwachsener Männer am Start und versuche möglichst weit nach vorne zu kommen, denn Rennen sind die besten Trainings für mich!
Dominique Rubin