Lok Reinach schafft den Aufstieg in die NLB
23.04.2026 SportMit ausgeglichener Serie bestritten Lok Reinach und Davos-Klosters am Wochenende die Partien drei und vier der Auf-/ Abstiegsspiele. Reinach nutzte am Samstag den Heimvorteil und legte am Sonntag bei den Bündnern nach. Damit schafft die Lok den direkten Wiederaufstieg.
...Mit ausgeglichener Serie bestritten Lok Reinach und Davos-Klosters am Wochenende die Partien drei und vier der Auf-/ Abstiegsspiele. Reinach nutzte am Samstag den Heimvorteil und legte am Sonntag bei den Bündnern nach. Damit schafft die Lok den direkten Wiederaufstieg.
Lok Reinach entschied das erste Bully für sich und liess den Ball gleich kontrolliert durch die eigenen Reihen laufen, ehe der erste Ball in die Offensive gespielt wurde. Die sich bietenden Räume nutzten die Aargauer eiskalt: Bereits nach 43 Sekunden traf Pascal Richner per Direktabnahme zur frühen Führung für die Lok. In der Folge entwickelte sich eine ausgeglichene Partie mit Chancen auf beiden Seiten.
Zu Beginn des Mitteldrittels kassierte Reinach eine erste Strafe. Die Bündner präsentierten sich in Überzahl effizient und präsenter vor dem Tor und glichen nach einem Abpraller aus. Kurz darauf kam Lok Reinach nach einer sehenswerten Kombination zur grossen Chance auf die erneute Führung, doch Davos-Goalie Marvin Egg zeichnete sich ein weiteres Mal aus. In der 28. Minute war er dann doch geschlagen: Tomas Vojtisek traf mit einem platzierten Abschluss zur erneuten Führung. Lok Reinach blieb am Drücker und legte wenig später nach. Die erste Linie erzielte, wie bereits zu Beginn der Partie, ein schön herausgespieltes Tor zum 3:1, als Richner für Cimino auflegte, der nur noch einschieben musste. Ein weiteres Powerplay kurz vor der zweiten Pause nutzte Lok Reinach zum vierten Treffer. Benjamin Reidy hämmerte den Ball aus der Distanz in die Maschen.
Die komfortable Führung geriet im Schlussdrittel jedoch zunächst ins Wanken. Mit Treffern in der 41. und 43. Minute verkürzte Davos-Klosters und machte die Partie wieder spannend. Die kurzzeitig verunsicherten Aargauer fanden jedoch die perfekte Antwort: Jonas Wiederkehr, jeweils auf Zuspiel von Jesse Arola, stellte mit einem Doppelpack den Vorsprung wieder her und erhöhte auf 6:3. Wenig später stellte Andrea Vitali mit dem 7:3 die Weichen für die Lok in Richtung Sieg. Zwar nutzten die Bündner die zweite Reinacher Strafe nochmals zum Torerfolg, doch die Defensive der Gastgeber liess sich davon nicht mehr aus dem Konzept bringen. Mit einem Kontertor zum 8:4 setzte Lok Reinach den Schlusspunkt und brachte den Sieg souverän über die Zeit.
Reinach nutzt den ersten Matchball – erneut in der Verlängerung
Dank des Sieges am Samstag ging Lok Reinach mit einer 2:1-Führung in der Serie in die vierte Partie und hatte am Sonntag in Davos die Chance auf den direkten Wiederaufstieg in die Nationalliga B. Davos-Klosters erwischte jedoch den besseren Start. Nach einem schlecht verteidigten Freistoss in der Ecke gingen die Bündner früh mit 1:0 in Führung. Reinach liess sich davon jedoch nicht beirren und blieb konzentriert und konsequent. In der 14. Minute nutzten die Aargauer einen Fehler im Aufbau des Heimteams, schalteten schnell um und glichen die Partie aus.
Auch im Mitteldrittel ging Davos erneut früh in Führung, nachdem ein Ball in der Reinacher Spielauslösung abgefangen worden war. In Überzahl bot sich den Bündnern zudem die Chance, den Vorsprung auszubauen, doch Reinach überstand diese Phase unbeschadet. Besser machten es die Gäste: In der 34. Minute legte Andreas Frey auf Jesse Arola ab, der mit einem sehenswerten Abschluss zum 2:2 ausglich.
Im Schlussdrittel wiederholte sich das Bild ein weiteres Mal. Davos traf nach einem herrlichen Distanzschuss zur erneuten Führung, doch Reinach zeigte Moral. Andreas Frey glich mit einem Treffer, der stark an seinen Overtime-Winner aus Spiel zwei erinnerte, zum 3:3 aus. Nur eine Minute später brachte Jamie Doyle, nach schöner Vorarbeit von Jonas Wiederkehr, die Aargauer erstmals in Führung. In der hektischen Schlussphase ersetzte Davos den Torhüter durch einen sechsten Feldspieler und kam in der 58. Minute tatsächlich noch zum Ausgleich.
So musste, wie bereits im zweiten Spiel in Davos, die Verlängerung die Entscheidung bringen. Bis zur 67. Minute blieb die Partie völlig offen, ehe Lok Reinach den entscheidenden Angriff lancierte: Oliver Reidy bediente Adrian Keusch mit einem öffnenden Pass, dieser zog mit Tempo zur Mitte und zwang den Torhüter zu einem Abpraller, den Pascal Richner zum vielumjubelten Siegestor verwertete.
Damit krönt Lok Reinach eine dominante Saison in der 1. Liga mit dem direkten Wiederaufstieg in die zweithöchste Spielklasse.
Oliver Reidy
UHC Lok Reinach – I. M. Davos-Klosters 8:4 (1:0, 3:1, 4:3)
Pfrundmatt, Reinach AG. 278 Zuschauer.
Tore: 1. P. Richner (A. Keusch) 1:0. 21. S. Meier (A. Nerreter) 1:1. 28. T. Vojtisek 2:1. 36. D. Cimino (P. Richner) 3:1. 39. B. Reidy (J. Arola) 4:1. 41. F. Ambühl (A. Marugg) 4:2. 43. R. Buchli (J. Kaartinen) 4:3. 43. J. Wiederkehr (J. Arola) 5:3. 45. J. Wiederkehr (J. Arola) 6:3. 48. A. Vitali (J. Doyle) 7:3. 51. S. Meier (A. Marugg) 7:4. 53. J. Arola (J. Doyle) 8:4.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen UHC Lok Reinach. 3mal 2 Minuten gegen I. M. Davos-Klosters.
I. M. Davos-Klosters - UHC Lok Reinach 4:5 n.V. (1:1, 1:1, 2:2, 0:1)
Sportzentrum Arkaden, Davos Platz.
Tore: 7. G. Brägger (V. Kopecky) 1:0. 14. D. Cimino 1:1. 23. G. Brägger 2:1. 34. J. Arola (A. Frey) 2:2. 49. C. Wiedmer 3:2. 52. A. Frey 3:3. 53. J. Doyle (J. Wiederkehr) 3:4. 58. B. Conzett (R. Buchli) 4:4. 67. P. Richner 4:5.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen I. M. Davos-Klosters. 2mal 2 Minuten gegen UHC Lok Reinach.



