Luisa Schüpfer-Schuler
05.11.2026 Region(Eing.) Luisa Schüpfer-Schuler wurde am 13. März 1935 auf dem Grossarnihof in Küssnacht am Rigi als dreizehntes Kind von Anna Schuler-Bürgler und Josef Schuler geboren.
Sie durfte eine glückliche und lebensfrohe Kindheit auf dem elterlichen Bauernhof erleben. Die ...
(Eing.) Luisa Schüpfer-Schuler wurde am 13. März 1935 auf dem Grossarnihof in Küssnacht am Rigi als dreizehntes Kind von Anna Schuler-Bürgler und Josef Schuler geboren.
Sie durfte eine glückliche und lebensfrohe Kindheit auf dem elterlichen Bauernhof erleben. Die tiefe Verbundenheit zur Natur, die sie dort entwickelte, begleitete sie ein Leben lang.
Der vielseitige Bauernbetrieb umfasste einen grossen Viehbestand mit Kühen und Schweinen sowie ausgedehnte Obstanlagen. Als Luisa noch ein kleines Kind war, kaufte ihr Vater die Alp Gschwend im Muotathal. Sie wurde zu ihrer zweiten Heimat, zu der Luisa ein Leben lang eine innige Verbindung bewahrte.
Als Luisa zehn Jahre alt war, wurde ihr Vater in den Nationalrat gewählt, wo er sich mit grosser Kraft und viel Einsatz für den Bauernstand engagierte.
Wie ihre Geschwister musste auch Luisa schon als Kind auf dem elterlichen Hof mithelfen. Trotzdem konnte sie auf eine fröhliche und unbeschwerte Kindheit zurückblicken, in der auch Platz für Musik, Gesang und Tanz war. Sie besuchte die Grund- und Sekundarschule in Küssnacht und machte nach dem Schulaustritt zunächst eine Haushaltslehre. Mit 18 Jahren ging sie nach Ilanz in Graubünden, wo sie die Bäuerinnenschule besuchte, die von der Klosterschule der Dominikanerinnen geleitet wurde.
Luisa wurde von ihren Eltern sehr religiös erzogen. Da eine ihrer Schwestern ebenfalls im Kloster lebte, trat Luisa 1954 selbst in das Kloster der Dominikanerinnen in Ilanz ein. Nach zwei Jahren musste sie das Kloster jedoch aus gesundheitlichen Gründen wieder verlassen. Erst nach einer längeren Zeit der Erholung konnte sie wieder ins Arbeitsleben einsteigen.
Zu dieser Zeit lernte sie Hans Schüpfer kennen, der als Betriebsleiter auf dem Grossarnihof in Küssnacht arbeitete. Nach einer Zeit des Kennenlernens hielt er um Luisas Hand an, und das Paar heiratete am 22. April 1958 in der Pfarrkirche in Küssnacht. Danach übernahmen sie den väterlichen Hof in Mullwil, wo Luisa selbstverständlich tatkräftig mitarbeitete.
In den folgenden Jahren wurden dem Paar fünf Kinder geschenkt: Judith, Markus, Stefan, Johannes und Maria.
Doch die Existenzsorgen waren auf dem Bauernbetrieb ständige Begleiter. Deshalb versuchte Luisa mit viel Einsatz und Kreativität, etwas dazuzuverdienen. Sie druckte eigene Karten mit Linolschnitten und malte Bilder, die sie an verschiedenen Ausstellungen zeigen durfte. Mit dem Verkauf konnte sie ein kleines Nebeneinkommen erwirtschaften.
Da sie gesundheitlich immer wieder zu kämpfen hatte, lernte sie das Autogene Training kennen. Sie erzielte damit so gute Ergebnisse, dass sie schon bald eigene Kurse anbot und ihr Wissen und ihre Erfahrungen weitergab. Gleichzeitig absolvierte sie verschiedene Massage-Ausbildungen und bildete sich ständig in unterschiedlichen Naturheilmethoden und auch der Meditation weiter. Schon bald entwickelte sie ihre eigene Massageschule, in der sie viele Interessierte ausbildete. Diese Schule leitete Luisa bis zu ihrem 85. Lebensjahr.
Ihr ganzes Leben lang besuchte sie unzählige Aus- und Weiterbildungen, die sie persönlich und beruflich bereicherten und immer wieder neue Türen öffneten.
1980 entschlossen sich Luisa und Hans, ihren landwirtschaftlichen Betrieb zu verkaufen. Sie bauten ein eigenes Haus, das Luisa selbst planen und einrichten durfte – damit ging ein grosser Lebenstraum von ihr in Erfüllung.
Ihr grosses Hobby war ihr Garten, in dem sie Gemüse, viele Blumen und vor allem Rosen anpflanzte. Der Garten war ihre Welt. Dort verbrachte sie bis zu ihrem Lebensende jede freie Minute, pflegte und hegte ihre Pflanzen und erfreute sich an der Natur.
1992 übergaben Luisa und Hans Haus, Land und Wald an ihren Sohn Johannes und seine Frau Esther. Für Luisa war es sehr schön zu sehen, dass alles in guten Händen war und weitergeführt wurde. Die Geburt ihrer Enkel- und später ihrer Urenkelkinder brachte viel Freude in ihr Leben.
Doch auch schwere Zeiten blieben nicht aus. 2012 verlor sie ihren Mann Hans, 2017 ihren Sohn Markus. Beide durfte sie gemeinsam mit ihrer Schwiegertochter Esther bis zuletzt zu Hause begleiten und pflegen.
Am 18. Juni ist Luisa Schüpfer-Schuler im Alter von 91 Jahren verstorben. Sie war eine wunderbare und aussergewöhnliche Frau, die auf ein langes und reich erfülltes Leben zurückblicken durfte.
Luisa war ein Mensch, der andere mit ihrer warmherzigen Art, ihrer Lebensfreude und ihrer tiefen Weisheit berührte. Ihre offene und herzliche Persönlichkeit, ihr Interesse an den Menschen und ihre besondere Fähigkeit, anderen Mut und Zuversicht zu schenken, werden uns in Erinnerung bleiben.
Wir sind sehr dankbar für die Zeit, die wir mit ihr verbringen durften, und für all das, was sie uns geschenkt hat.
Wir werden Luisa Schüpfer-Schuler in liebevoller Erinnerung behalten. Sie fehlt uns.
In unseren Herzen und in den vielen schönen Erinnerungen, die wir mit ihr erleben durften, bleibt sie für uns immer lebendig.
