Mehr Platz für die Kinder
07.05.2026 UnterkulmDer Schulraum in Unterkulm wird knapp. Darum liegt aktuell ein Baugesuch für die Erweiterung des Schulraums im Färberacker bei der Gemeinde auf. Auch beim bestehenden Schulhaus werden Anpassungen vorgenommen.
Seit mehreren Jahren wächst die Bevölkerung ...
Der Schulraum in Unterkulm wird knapp. Darum liegt aktuell ein Baugesuch für die Erweiterung des Schulraums im Färberacker bei der Gemeinde auf. Auch beim bestehenden Schulhaus werden Anpassungen vorgenommen.
Seit mehreren Jahren wächst die Bevölkerung von Unterkulm stetig. 2022 wurde die 3500-Einwohner-Marke geknackt und die Gemeinde ist auf bestem Weg, ihren 4000. Einwohner zu begrüssen. Mit dem Wachstum der Bevölkerungszahl steigt der Bedarf an Schulraum. Um diesem Problem Abhilfe zu schaffen, soll die Schule Färberacker erweitert werden. Das dazu benötigte Baugesuch liegt bei der Gemeinde auf.
Konkret ist eine Aufstockung im Bereich der Garderoben der Doppelturnhalle geplant. Durch diese wird im 1. Obergeschoss zusätzlicher Schulraum geschaffen. Gleichzeitig wird die gesamte Schulanlage rollstuhlgerecht zugänglich gemacht. Dazu gibt es auf der Ostseite eine neue Erschliessung, welche aus Lift und Treppenhaus besteht. Weiter werden durch die Aufstockung überdachte Pausenflächen geschaffen.
Neben vier Klassenzimmern sollen durch die Erweiterung auch eine Aula in der Grösse von zwei Schulzimmern, ein Gruppenraum und ein Materialraum erstellt werden. «Damit werden die Schulraumbedürfnisse umfassend abgedeckt und eine langfristige, flexible Nutzung ermöglicht», heisst es im Baubeschrieb zur Baueingabe. Visuell soll sich die Aufstockung an dem Bestand orientieren. Mit Betonfassaden und vorgegrauten Schindeln für den Holzbau passt es sich an das jetzige Erscheinungsbild der Turnhalle an.
Räume werden umgenutzt
Im bestehenden Schulhaus ist eine Umnutzung verschiedener Räume vorgesehen. Gemäss Baubeschrieb soll im Dachgeschoss ein zusätzlicher Raum entstehen und aus einem Klassenzimmer werden zwei Räume geschaffen. «Diese Anpassungen tragen den veränderten Anforderungen an den Schulbetrieb Rechnung und werden mit den erforderlichen baulichen Massnahmen umgesetzt.»
Damit alles den geltenden Vorschriften entspricht, müssen für die neue Nutzung dieser Räume zusätzliche Brandschutzmassnahmen umgesetzt werden. Diese können durch zusätzliche Abschlussfronten im Treppenhaus erfüllt werden. Gleichzeitig muss auch dem Hochwasserschutz besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden, denn die Parzelle der Doppelturnhalle befindet sich in der Gefahrenzone. Auch der dafür benötigte Nachweis befindet sich in den Baugesuchsunterlagen.
Baustart noch unbekannt
Die Umgebung soll nach den Bauarbeiten wieder hergestellt werden und der Pausenhof wird in seiner heutigen Form grundsätzlich erhalten bleiben. «Für eine zusätzliche Aufwertung ist ein separates Budget vorgesehen. Damit können weitergehende Anpassungen im Pausenhof realisiert werden, um die Hauptfläche attraktiver zu gestalten und den Schülerinnen und Schülern einen Mehrwert zu bieten», schreibt coora Architektur AG im Bericht. So soll eine einfache Bühne im gedeckten Bereich entstehen, die für diverse Anlässe genutzt werden kann. Weiter soll der Pausenplatz durch Sitzmöglichkeiten, Bäume und einen Kiesbelag aufgewertet werden. Besonders durch die Bäume wird das Klima im Sommer verbessert.
Da durch die Erweiterung der Turnhallenbetrieb unterbrochen werden muss, wurden die Bauarbeiten so geplant, dass die Unterbrüche möglichst gering bleiben. «Es muss aber mit mindestens 4 bis 8 Wochen Sperrung pro Turnhalle gerechnet werden», schreibt die coora Architektur AG. Der genaue Baustart ist noch unbekannt. Das Baugesuch ist noch bis am 18. Mai einsehbar.
Melanie Köchli

