Neue Lebensräume für Amphibien
09.04.2026 ReinachIn Reinach sind im Rahmen einer Ersatzmassnahme des Bauprojekts Weihermattpark wertvolle neue Lebensräume für Amphibien entstanden. Durch die Aufwertung des bestehenden Bromenweihers und den Bau eines zusätzlichen Gewässers wird die Biodiversität gestärkt und ...
In Reinach sind im Rahmen einer Ersatzmassnahme des Bauprojekts Weihermattpark wertvolle neue Lebensräume für Amphibien entstanden. Durch die Aufwertung des bestehenden Bromenweihers und den Bau eines zusätzlichen Gewässers wird die Biodiversität gestärkt und gleichzeitig ein naturnaher Mehrwert für die Bevölkerung geschaffen.
(Eing.) Seit dem Rückbau der ehemaligen Industriebauten im Jahr 2015 entwickelte sich das ehemalige Voco-Areal auf natürliche Weise zu einem vielfältigen Lebensraum für Pflanzen und Tiere. In wassergefüllten Gräben entstanden Kleingewässer, die zahlreichen Arten ein Zuhause boten – darunter Libellen, Molche, Frösche, Enten sowie weitere Insekten und Vögel. Diese Entwicklung zeigte, dass es sich um ökologisch wertvolle Lebensräume handelt, die gemäss gesetzlichen Vorgaben nicht ersatzlos verloren gehen dürfen.
Vom Industrieareal zur ökologischen Nische
Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, hat die Bauherrschaft des «Weihermattparks» gemeinsam mit der Gemeinde Reinach und den zuständigen Fachstellen Ersatzmassnahmen erarbeitet. Auf einer gemeindeeigenen Parzelle in der Nähe des Tunauparks wurde eine geeignete Fläche mit guten ökologischen Voraussetzungen gefunden.
Im Zentrum stand die Aufwertung des bestehenden Bromenweihers, dessen Funktion als Laichgewässer durch Verlandung stark eingeschränkt war. Durch das Ausbaggern und das Zurückschneiden der Vegetation konnte die offene Wasserfläche vergrössert und die ökologische Qualität verbessert werden. Ergänzend dazu entstand ein neuer Weiher mit rund 50 Quadratmetern Fläche, der gezielt als Laichgewässer konzipiert wurde und dank unterschiedlicher Tiefen sowie strukturreicher Elemente wie Steinhaufen und Baumstrünken geeignete Bedingungen für Amphibien bietet.
Strukturen für mehr Biodiversität
Zusätzlich wurden Gehölze selektiv zurückgeschnitten, Asthaufen als Rückzugsorte für Kleintiere angelegt und bestehende Strukturen wie ein Brombeergestrüpp bewusst erhalten. Offene Bodenflächen wurden mit einer standortgerechten Krautsaummischung eingesät, um das Blütenangebot für Insekten zu erhöhen. Gleichzeitig wurde die Einzäunung so angepasst, dass sie für Kleintiere durchlässig ist und der Unterhalt effizient erfolgen kann. Die Arbeiten erfolgten während der Wintermonate, in der Winterruhe der Amphibien. Mit dem Abschluss der Bauarbeiten können die aufgewerteten Lebensräume bereits ihre Funktion erfüllen.
Für die Projektbeteiligten sind diese Massnahmen ein wichtiger Bestandteil der ganzheitlichen Projektentwicklung. «Gerade bei komplexen Anforderungen zeigt sich, wie wichtig es ist, gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln, die sowohl den gesetzlichen Vorgaben als auch den Ansprüchen von Natur und Mensch gerecht werden», sagt Helen Chappuis, CEO der CAS Gruppe AG. Diese bildet gemeinsam mit EG Habitare, mit der IST Investmentstiftung, der 4-Immobau AG, der Herzog Group Holding AG, der Mawalt Holding AG und der Edil-Tec AG die Bauherrschaft des «Weihermattparks». Gemeinsam ist man überzeugt: Die ökologischen Ersatzmassnahmen sind ein wichtiges Puzzleteil und eine schöne Ergänzung des Gesamtprojekts «Weihermattpark».

