Im Kreml wird am Abstimmungsabend auf die Schweiz angestossen – hoffentlich nicht auf die Annahme der irreführenden «Neutralitätsinitiative», aber vielleicht auf den Anteil Zustimmender als Mass für den Erfolg russischer Desinformation im Rahmen des hybriden Krieges ...
Im Kreml wird am Abstimmungsabend auf die Schweiz angestossen – hoffentlich nicht auf die Annahme der irreführenden «Neutralitätsinitiative», aber vielleicht auf den Anteil Zustimmender als Mass für den Erfolg russischer Desinformation im Rahmen des hybriden Krieges gegen Europa und die Schweiz, der bereits in vollem Gang ist. «Kein Krieg» auf den Plakaten der Befürworter ist in der aktuellen Situation unfrommes Wunschdenken und pure Realitätsverweigerung.
Die Neutralität ist seit Anbeginn unseres Bundesstaates als Auftrag an Bundesversammlung und Bundesrat verbrieft. Sie ist Mittel zum Zweck der Wahrung von Freiheit und Unabhängigkeit, nicht mehr und nicht weniger. Dass die Neutralitätspolitik dafür Spielraum benötigt, versteht sich von selbst. Lehnen wir diese Initiative wuchtig ab, auch und gerade in unserem freiheitsliebenden Bezirk Kulm – damit unsere gewählten Behörden Freiheit und Unabhängigkeit weiterhin für uns und mit uns verteidigen können, wie es die Situation erfordert.
Severin Lüscher, Schöftland