Nach einjähriger Absenz aus der NLB eröffnete Aufsteiger Lok Reinach die neue Saison mit einem Heimspiel gegen den Qualifikationssieger der vergangenen Saison, den UHC Thun. Die Rollen waren damit klar verteilt. Als Underdog hatte Reinach wenig zu verlieren und konnte gegen den ...
Nach einjähriger Absenz aus der NLB eröffnete Aufsteiger Lok Reinach die neue Saison mit einem Heimspiel gegen den Qualifikationssieger der vergangenen Saison, den UHC Thun. Die Rollen waren damit klar verteilt. Als Underdog hatte Reinach wenig zu verlieren und konnte gegen den Favoriten befreit aufspielen.
Die Gäste aus dem Berner Oberland übernahmen wie erwartet früh das Spieldiktat und kamen zu mehr Ballbesitz. Die gefährlicheren Aktionen gehörten zunächst jedoch der Lok. Mit schnell vorgetragenen Kontern sorgten die Aargauer immer wieder für Unruhe vor dem Thuner Tor. In der zwölften Minute schlugen die Gäste dennoch doppelt zu und münzten ihre leichte Überlegenheit innerhalb kurzer Zeit in eine 2:0-Führung um. In der 16. Minute folgte nach einem Fehlpass der Reinacher gar das 0:3. Die Lok liess sich davon jedoch nicht entmutigen und setzte noch vor der ersten Pause ein erstes Ausrufezeichen. Der neue Finne im Dress der Aargauer, Eemeli Horttanainen, fasste sich ein Herz und verkürzte mit einem präzisen Abschluss auf 1:3.
Reinachs Comeback
Auch im Mittelabschnitt blieb Reinach am Drücker. Die Defensive stand nun kompakter und vorne wurden die Angriffe konsequenter ausgespielt. Nach einem Angriff wie aus dem Lehrbuch war es Cimino, der den Ball zum 2:3 im Thuner Tor versenkte. Wenig später erhielt die Lok erstmals in dieser Saison die Gelegenheit, in Überzahl zu agieren. Das Powerplay, bestehend aus vier Neuzugängen und dem letztjährigen Lok-Topskorer, liess den Ball gefährlich zirkulieren. Schliesslich fasste sich der neue finnische Verteidiger Eemeli Teppana ein Herz und hämmerte den Ball ins Netz. Der Ausgleich war Tatsache und die Pfrundmatt erwachte endgültig.
Das Schlussdrittel begann für die Gastgeber allerdings denkbar schlecht. Nach gerade einmal 15 Sekunden erwischte ein präziser Abschluss aus spitzem Winkel die Reinacher Defensive auf dem falschen Fuss und brachte Thun erneut in Führung. Nur rund eine Minute später folgte mit dem nächsten Gegentreffer der nächste Rückschlag. Doch die Lok zeigte Moral und kämpfte sich erneut zurück. Nach einem abgefangenen Fehlpass verkürzte Adrian Keusch und hielt die Hoffnung auf Punkte am Leben. Kurz darauf nutzte Thun jedoch eine Überzahlsituation und stellte den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her.
Nicht belohnter Endspurt
Rund sieben Minuten vor Schluss schien der Favorit mit einem weiteren Powerplay endgültig den Sack zumachen zu können. Doch Teppana erkämpfte sich den Ball und lancierte Cimino, der mit einem sehenswerten Volley den nächsten Reinacher Treffer erzielte. Die Lok erhöhte in der Schlussphase nochmals den Druck und drängte auf den Ausgleich. Thun verteidigte jedoch abgeklärt und brachte die verbleibende Spielzeit routiniert über die Runden. Mit einem Konter und einem Treffer ins leere Reinacher Tor machten die Gäste schliesslich alles klar und sicherten sich die ersten drei Punkte der Saison.
Das zweite Saisonspiel bestreitet Lok Reinach am kommenden Sonntag auswärts in Sargans. Das nächste Heimspiel in der Pfrundmatt steht am 26. September um 15 Uhr gegen Unihockey Langenthal Aarwangen auf dem Programm.
Oliver Reidy