Die angekündigte Schliessung des Akutspitals Menziken bewegt viele Menschen. Der Gemeinderat versteht die grosse Enttäuschung, die Sorgen der Mitarbeitenden und die enge Verbundenheit der Bevölkerung mit dem Spital. Auch der Gemeinderat bedauert die Schliessung ...
Die angekündigte Schliessung des Akutspitals Menziken bewegt viele Menschen. Der Gemeinderat versteht die grosse Enttäuschung, die Sorgen der Mitarbeitenden und die enge Verbundenheit der Bevölkerung mit dem Spital. Auch der Gemeinderat bedauert die Schliessung sehr.
(Mitg.) Im Zusammenhang mit der vom VPOD organisierten Veranstaltung vom 8. September wurde die Abwesenheit des Gemeinderates kritisiert. Wir nehmen diese Kritik ernst. Uns ist bewusst, dass unsere Nichtteilnahme als mangelnde Dialogbereitschaft wahrgenommen werden konnte. Dies war nicht unsere Absicht.
Der Gemeinderat hatte entschieden, die vom VPOD organisierte Veranstaltung nicht als offiziellen Gemeindeanlass mitzutragen und dafür den Gemeindesaal nicht zur Verfügung zu stellen. Für einen konstruktiven Dialog sind aus Sicht des Gemeinderates alle unmittelbar Beteiligten an einen Tisch einzuladen – insbesondere die Spitalleitung, die Trägerschaft, die Mitarbeitenden, die Gewerkschaft und die Gemeinde. Der Gemeinderat bleibt für einen solchen gemeinsamen Dialog offen.
Der Entscheid über die Schliessung wurde nicht von der Gemeinde Menziken getroffen. Der Gemeinderat besitzt weder ein Mitbestimmungsrecht noch die finanziellen Möglichkeiten, die erheblichen jährlichen Verluste des Spitalbetriebs zu übernehmen. Er kann den Schliessungsentscheid deshalb nicht rückgängig machen.
Umso wichtiger ist der Blick nach vorne. Der Gemeinderat will sich aktiv dafür einsetzen, dass der Standort möglichst rasch einer tragfähigen Zukunft zugeführt wird. Ziel ist eine sinnvolle Weiternutzung mit medizinischen und pflegerischen Angeboten sowie der Erhaltung beziehungsweise Schaffung von Arbeitsplätzen.
Der Gemeinderat Menziken ist bereit, Verantwortung für die Zukunft des Standorts zu übernehmen, den Dialog mit den Beteiligten zu führen und Brücken zu bauen. Die Sorgen und Anliegen der Bevölkerung nehmen wir ernst.