Reaktionen auf Teil-Schliessung des Asana Spital Menziken
25.06.2026 Menziken, WynentalDie am Donnerstag veröffentlichte Meldung der Asana Spital Menziken AG hat zahlreiche Reaktionen ausgelöst. Die Spanne reicht von Betroffenheit über Unverständnis bis Wut. Wir haben verschiedene Personen aus der Region um Stellungnahmen gebeten.
Ursula Friederich, Frau Gemeindeammann, Menziken
«Die Mitteilung hat mich sehr überrascht. Zwar war die schwierige Situation des Spitals Menziken und der damit verbundene Handlungsbedarf seit Längerem erkennbar, mit diesem Entscheid zum jetzigen Zeitpunkt habe ich jedoch nicht gerechnet. Ich hatte gehofft, dass die notwendigen Anpassungen schrittweise und im Einklang mit den Bedürfnissen der Bevölkerung erfolgen könnten.
Positiv ist, dass nicht der gesamte Standort geschlossen wird, sondern «nur» die Akutabteilung und die Operationsbereiche. Mit dem Erhalt der Grundversorgung bleibt ein wichtiger Teil des Angebots für die Bevölkerung bestehen.
Ich bedaure den Verlust der Arbeitsplätze und hoffe, dass für die betroffenen Mitarbeitenden rasch gute Anschlusslösungen gefunden werden können. Angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels im Gesundheitswesen stehen die Chancen dafür grundsätzlich gut.
Für Menziken und die gesamte Region bedeutet dieser Entscheid dennoch einen spürbaren Verlust. Die Wiederansiedlung von Arbeitsplätzen in einem anderen Gesundheitsbereich wird eine grosse Herausforderung sein. Dieser werden wir uns stellen und nicht aufgeben.»
Karin Faes, Präsidentin des Regionalplanungsverband aargauSüd regio
«Die Schliessung des Akutspitals Menziken kam leider nicht überraschend. In den letzten Jahren habe ich gesehen, wie mit sehr viel Engagement um Lösungen für den Erhalt gekämpft worden ist. Dafür gebührt der Leitung und allen Mitarbeitern unser Respekt und Dank. Dass es dennoch nicht gelungen ist und nun viele Kündigungen ausgesprochen werden mussten, macht betroffen. Für die Region ist es wichtig, dass zentrale Gesundheitsangebote in Menziken erhalten bleiben. Gerade im Hinblick auf die entstehende Versorgungsregion ist die ambulante Notfallversorgung, sowie die Langzeitpflege in wohnortnähe entscheidend.»
Update folgt ...

