Regenritter und Drohnenpilot
03.09.2026 MenzikenEnde August tauschte die Männerriege Menziken die Turnhalle gegen das sonnige – und anfangs herrlich nasse – Tessin. Es war eine Reise voller sportlicher Höchstleistungen, logistischer Flexibilität und einer gesunden Portion Merlot.
(Eing.) Am ...
Ende August tauschte die Männerriege Menziken die Turnhalle gegen das sonnige – und anfangs herrlich nasse – Tessin. Es war eine Reise voller sportlicher Höchstleistungen, logistischer Flexibilität und einer gesunden Portion Merlot.
(Eing.) Am Freitagmorgen ging es los. Die Erwartungen waren so hoch, dass die Turnerschar die Schweizer Pünktlichkeit übertraf: Alle waren zu früh, die Rucksäcke perfekt gepackt, die Vorfreude riesig. Per PW-Korso ging es schnurstracks Richtung Süden. Den ersten strategischen Halt für Kaffee, Gipfeli und eine kurze Lagebesprechung legte die Truppe in der Raststätte Bellinzona Nord ein. Doch beim Blick aus dem Fenster wurde klar: Der Wettergott hatte das Drehbuch verwechselt.
Ein Hoch auf das Ticino-Ticket
Nach dem Check-in in der Unterkunft Elisabetta in Gordola goss es wie aus Eimern. Doch ein echter Menziker Turner kennt keinen Schmerz und erst recht kein schlechtes Wetter. In voller Regenmontur ging es los. Dank der Gratis-Ticino-Tickets war die Mobilität gesichert – und das war auch gut so. Als die Truppe prompt in den falschen Bus stieg, nahm man es mit Humor: Mit dem Ticket im Sack fährt es sich schliesslich auch im Kreis gratis. Die geplante Wanderung führte von Orselina nach Tenero-Contra.
Weil der Regen die Männerriege nur noch mehr anspornte, wurde kurzerhand eine Zusatzschlaufe zur imposanten Verzasca-Staumauer eingebaut. Hier teilte sich die Gruppe das erste Mal: Die Hardcore-Fraktion marschierte, die Genuss-Fraktion wählte den Bus. Zurück in der Unterkunft zeigte sich Petrus einsichtig: Die Wolken rissen auf, und die Riege nahm sofort den Pool in Beschlag. Der Abend wurde stilecht mit Cordon Bleus, Pommes-Frites und einem Glas Merlot abgerundet.
Höhenflug und Drohnenshow
Der Samstag machte seinem Namen alle Ehre und lieferte Kaiserwetter. Das Ziel: Die Höhe! Mit Standseilbahn und Schwebebahn ging es hinauf nach Cardada und weiter nach Cimetta. Auf der Aussichtsplattform wurde nicht nur die epische Aussicht genossen, sondern auch das Tessin digital erobert. Für die obligatorischen Gruppenfotos wurde sogar eine Drohne in den Himmel geschickt – schliesslich will man die Menziker Prachtsexemplare aus der bestmöglichen Perspektive verewigen. Nach einem intensiven Tag in den Bergen ging es zurück ins Tal, wo der Abend einen kulinariuschen Abschluss fand.
Strandleben und die Gotthard-Pass-Taktik
Am Sonntag wartete nach einem üppigen Frühstück die Riviera des Tessins. In Ascona spaltete sich die Truppe erneut im Sinne der maximalen Erholung: Die eine Hälfte marschierte gemütlich nach Locarno, um auf der Piazza Grande bei einem Cappuccino das süsse Nichtstun zu zelebrieren. Die andere Hälfte machte das Lido Ascona unsicher und testete die Wassertauglichkeit.
Nach dem Mittag wurde die Heimreise angetreten. Die Hoffnung auf freie Fahrt zerschlug sich schnell vor dem Südportal. Doch Turner sind Strategen: Statt im Stau zu versauern, wurde die Route kurzerhand über den Gotthardpass verlegt. Auf dem Hospiz traf man sich zur finalen Lagebesprechung bei kühler Bergluft. Mit einem kleinen, aber grossartigen Umweg über die Güggelibeiz in Attinghausen wurde die Heimfahrt veredelt. Müde, aber glücklich und voller neuer Anekdoten kam die Männerriege wieder in Menziken an.

