Die Rechnung 2025 schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 87’703.82 Franken. Eine gute Basis für notwendige Projekte wie die Aufhebung einer Wasserleitung zwischen Dorfstrasse und Oberem Egg sowie die Sanierung der Zopfstrasse.
«Es gibt zwei ...
Die Rechnung 2025 schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 87’703.82 Franken. Eine gute Basis für notwendige Projekte wie die Aufhebung einer Wasserleitung zwischen Dorfstrasse und Oberem Egg sowie die Sanierung der Zopfstrasse.
«Es gibt zwei Gründe, warum uns das budgetierte Minus von 109’800 Franken erspart geblieben ist», erklärte Gemeindeammann Renate Gautschy. «Zum einen liegt es am Verkauf der gemeindeeigenen Parzelle 901 (westlich vom Gemeindehaus).» Der sei höher ausgefallen als geplant. «Zum zweiten wurde der Restbestand der Aufwertungsreserve (2’330’824 Franken) per 31. Dezember dem Eigenkapital übertragen.» So positiv die Auswirkung dieser Gegebenheiten für die Gemeinde auch sei, dürfe man nicht unvorsichtig sein. «Es wird kaum mit Überschüssen weitergehen.»
Zwei Traktanden profitieren sicherlich von der gesunden Finanzbasis. Zum einen wurde dem Bruttokredit von 40’000 Franken für die Aufhebung der Wasserleitung zwischen der Dorfstrasse und der Oberen Egg im Bereich der Parzellen 2477/2372 mit zwei neuen Hausleitungen zugestimmt. Diese wird nicht mehr benötigt, da die EWS Energie AG beabsichtigt, das bestehende Elektrotrassee im Abschnitt vom Einmündungsbereich Dorfstrasse/Alte Strasse bis zur Trafostation (Obere Egg) zu erneuern.
Sanierung Zopfstrasse
Im Bezug auf den Bruttokredit zur Sanierung der Zopfstrasse gab es drei Aspekte zu beachten. Zum einen den Strassenbau mit dem Kostenpunkt von 175’000 Franken. Gemeinderat Andreas Frey zeigte anhand eines Fotos sehr eindrücklich wie ausgeprägt Risse, Belagsflicke und Ausbrüche die Oberfläche geschädigt haben. Ausserdem ist die ausparzellierte Strassenbreite aktuell nicht ausreichend für eine Begegnung von zwei PWs. Entsprechend wird auch die Strassenbeleuchtung verschoben werden.
Für die Abwasserbeseitigung wurden 200’000 Franken, für die Wasserversorgung 145’000 Franken budgetiert. Kanalfernsehaufnahmen der Entwässerungsanlagen hätten nicht nur Schäden an den Leitungen offenbart. Sie erfüllen auch die gesetzlichen Vorgaben nicht mehr. Und die bestehende Wasserleitung hat ein Alter erreicht, welches einen Ersatz im Rahmen der Gesamtsanierung sinnvoll mache. Ein Bürger äusserte sich im Plenum kritisch zu den Kosten im Vergleich zu anderen Projekten. Andreas Frey reagierte gelassen: «Strassen lassen sich nicht direkt vergleichen. Die Zopfstrasse war früher ein Feldweg, da können gerade im Untergrund auch mal Überraschungen auftauchen.» Das Plenum entschied gegen einen gestellten Rückweisungsantrag und genehmigte den Kredit.
In der Rubrik «Verschiedenes und Umfrage» informierte Renate Gautschy offiziell: «Ich habe per Februar 2027 (Datum Wahlen und Abstimmungen) meine Demission eingereicht.» Der Beschluss sei quasi noch «warm». «Die Bestätigung ist in den letzten Tagen eingetroffen.» Sie kommentierte den Sachverhalt nicht. 29 Jahre als Gemeinderätin, 26 davon als Ammann sprechen für sich.
Graziella Jämsä