Organisiert vom STV Unterkulm liefen 349 Mädchen und Knaben beim «De schnällscht Chomer»-Anlass in Unterkulm um die Wette.
Während die Jüngsten in der Kategorie «Pfüderi» zum Teil mit Unterstützung von Vater oder Mutter ...
Organisiert vom STV Unterkulm liefen 349 Mädchen und Knaben beim «De schnällscht Chomer»-Anlass in Unterkulm um die Wette.
Während die Jüngsten in der Kategorie «Pfüderi» zum Teil mit Unterstützung von Vater oder Mutter die 60 Meter bewältigten, lieferten sich die oberen Jahrgänge in acht Kategorien bei Mädchen und Knaben einen offenen Schlagabtausch. Vor allem in den Finals ging es bis auf den Zielstrich oft sehr eng zu. Teilnahmeberechtigt waren alle Kinder, die in Unterkulm wohnen oder zur Schule gehen. Schauplatz waren die 100 Meter Tartanbahn und der Sportplatz Färberacker bei den Schulgebäuden.
Highlights
Mit 90 Teilnehmenden fing es in den 1980er Jahren an, seitdem werden auch Mittelstrecken über 600 und 1000 Meter angeboten. Wem die Sprintstrecke über 80 Meter zu kurz erscheint, sucht auf einer Ausdauerstrecke über mehrere Runden auf sattem, aber kurz geschnittenem Grün seine Chance. «Highlight» waren aber zweifellos die Finals über die Kurzdistanzen. Als Zeitschnellste erwiesen sich über die 80 Meter Lara Bösiger (Unterkulm) in einer Zeit von 10.97 Sekunden und Mateo Karnasch aus Teufenthal in 9.71 Sekunden, beide Jahrgang 2010. Beide kürten sich zur «di schnällscht Chomeri 2026» respektive zum «de schnällscht Chomer 2026». Mateo Karnasch distanzierte die Konkurrenz bereits im Vorlauf. «Sport ist mein Leben», lautete sein Kommentar nach Überqueren des Zielstrichs. Auch die jungen Damen des Jahrgangs 2013 präsentierten sich in Topform über die 80 Meter-Distanz. Temidire Olutade aus Oberkulm siegte in 11.40 vor Leana Engetschwiler und Alexandra Läuchli, beide Unterkulm. Mit besonderem Applaus bedacht wurde die «Pfüderi»-Kategorie - Teilnahme ist eben alles, trotz Zwischenstopp und zusätzlicher Motivation.
Langdistanz
Spannender als erwartet verliefen die Wettbewerbe über die längeren Distanzen. Zeitgleich erreichten über 600 Meter Chris Kolly und Leandro Lleshaj in 2.21.39 das Ziel, beide Jahrgang 2017. Über 1000 Meter sorgte Essey Tesfahanes (Oberkulm) für den Exploit bei den Jahrgängen 2013/2014 in 3.41.43. Obwohl er ein rasantes Tempo in der ersten Runde anschlug und in der zweiten Runde litt, rettete er seinen Vorsprung vor seinen Verfolgern ins Ziel, sogar die Läufer der Kategorie 2010 bis 2012 distanzierend. Das Podest dieses Jahrgangs bildeten Miro Ledermann (Leimbach) in 3.42.52 sowie die nachfolgenden Unterkulmer Micha Bühlmann und Natanim Bitew. Läuferinnen und Läufer, die nicht völlig ausgepumpt das Ziel erreichten, haben wohl nicht alles gegeben, könnte man vermuten. Der Dank für den hervorragenden Ablauf gilt dem gesamten Organisationsteam um Urs Walti und Edwin Schneeberger.
Alfred Weigel