Spital Menziken: Personal wehrt sich und stellt Forderungen
31.08.2026Am Montag lud die Gewerkschaft VPOD zum Medientermin ein. Zentralsekretär Roman Künzler informierte zusammen mit mehreren Angestellten über Forderungen gegenüber dem Verwaltungsrat der Asana Gruppe und der Geschäftsleitung der Spitals Menziken. Zentral ist die Forderung nach einem Zurückgehen auf Feld 1, was die Schliessung des Spitals angeht. Sprich, es müsse ein ordentliches Konsultationsverfahren stattfinden, wie es gesetzlich vorgeschrieben ist, aber von der Spitalleitung nach Ansicht der Gewerkschaft nicht eingehalten wurde.
Lässt sich das Spital in der heutigen Form nicht retten, erwartet das Personal einen klar geregelten Sozialplan, der bis heute nicht bekannt ist. Die Forderungen standen schon bisher wage im Raum, nun werden sie konkretisiert und sie haben endlich ein Gesicht: Die Labor-Angestellte Nadine Dellsperger (im Bild ganz rechts) steht mit ihrem Namen hin und sagt, was für die 100 Mitarbeitenden gilt, die eine entsprechende Petition unterschrieben haben:
- Rücknahme des Schliessungsentscheids und Neustart des Spitals mit neuer Führung.
- Sozialplanfonds von mindestens 5 Millionen Franken für die betroffene Belegschaft
- Abgangsentschädigungen von 3 bis 6 Millionen Franken abgestuft nach Dienstjahren, Alter und Familienpflichten
- Finanzielle Frühpensionierungen ab 58 Jahren
- Eine verbindliche Härteregelung
- 100 Prozent Kostenübernahme für notwenige Weiterbildungen, Unterstützung bei der Stellensuche und qualifizierte Arbeitszeugnisse
Harte Vorwürfe an Verwaltungsräte und Geschäftsleitung der letzten Jahre
Zusammengefasst fordern die rund 100 Angestellten, deren berufliche Zukunft noch nicht geregelt ist, einen sozialverträglichen Umgang. An der Medienorientierung gab es emotionale Wortmeldungen, Tränen sind geflossen, aber es wurden auch deutliche Vorwürfe gemacht: Misswirtschaft, unnötige Investitionen, Interessenkonflikte, nicht getätigte Abrechnungen und eine komplett fehlende Kommunikation. Die konkret formulierten Vorwürfe gehen an den Verwaltungsrat der Asana Gruppe, insbesondere an den Präsidenten Thomas Staub, aber auch die Geschäftsleitung steht in der Kritik.
Mehr dazu in der ausführichen Berichterstattung, mit ausführlichem Interview und Statements seitens Personal am Donnerstag im Wynentaler Blatt.
Remo Conoci (Text und Bild)

