Der Männerchor Schmiedrued – er steht unter der Leitung der temperamentvollen Erika Tanner – bot in der Mehrzweckhalle Walde beste Unterhaltung mit Oldies unter dem Motto «Weisch no!» und ihrem legendären Dorftheater zum Thema «lieber ledig und ...
Der Männerchor Schmiedrued – er steht unter der Leitung der temperamentvollen Erika Tanner – bot in der Mehrzweckhalle Walde beste Unterhaltung mit Oldies unter dem Motto «Weisch no!» und ihrem legendären Dorftheater zum Thema «lieber ledig und frei».
Bereits das erste Lied, das der Männerchor Schmiedrued anlässlich des Jahreskonzertes in der Mehrzweckhalle Walde zum Besten gab, lud ein zum Schunkeln – die gute Laune war perfekt. Der Präsident des Chors, Beat Erismann, kommentierte die Lieder, gab ihre Herkunft preis und erklärte, durch wen sie bekannt gemacht wurden. Der Name ‘Peter Alexander’ kam verdächtig oft vor, zum Beispiel «Die kleine Kneipe», «Und manchmal weinst du» und «Hier ist ein Mensch». Mit Peter Maffay gingen sie «über sieben Brücken». Dabei wäre der Aufruf: «Steck dir die Sorgen an den Hut!» gar nicht mehr nötig gewesen. Aber schön geklungen hat es, ebenso wie das «Schifferlied», «Rüdesheimer Wein» und «So ein Tag». Bei den meisten Beiträgen sass Kuno Matter souverän am Klavier und bügelte allfällige kleine Ungereimtheiten gekonnt aus. Für die musikalische Einlage, einem Medley, waren vier mutige Chormitglieder sowie die Dirigentin verantwortlich. Zu hören gab es «Det äne am Bärgli, «S’wott es Froueli z Märit go», «Mer Senne heis loschtig» und «S’Ramseiers». An Drolligkeit war diese Schau kaum zu überbieten und musste wiederholt werden.
Amüsanter Zweiakter
Die Regisseurin, Heidi Dätwyler, hatte die verschiedenen Rollen perfekt besetzt. Die drei Brüder, Göpf, Hansjakob und Franz Hürlimann hausten allein auf ihrem Hof. Göpf war die pingelige ‘Hausfrau’, Hansjakob, ein bisschen zurückgeblieben, war für Garten, Hühner und Holz verantwortlich und Franz, der Aufbrausende, kümmerte sich um die Kühe und den Muni. Zwar liebte Hansjakob den Kuchen von der Nachbarin vom oberen Heimetli, Rosmarie Heinzer, und wenn er sich nicht das Jungesellenleben geschworen hätte… Auch für die andern kam kein Weibsbild in Frage – bis dann das ominöse Testament von ihrer Grosstante kam. Drei Millionen winkten, aber nur, wenn wenigstens einer innerhalb eines Jahres unter die Haube kam. Der Anna-Lena Monbijou, die sie um die Millionen bringen wollte, kamen sie auf die Schliche. Schliesslich merkte Franz, dass die Postbotin, Elsbeth Specht, echt scharf ist auf ihn. Und die Augen der Moderatorin von «Bauer sucht Frau» haben es dem Göpf angetan. Aus den drei eingefleischten Junggesellen wurden plötzlich drei bis über die Ohren verliebte Jungs… . Die Millionen waren mehr als gerettet.
Frieda Steffen