(Eing.) Wer im Wynental unterwegs ist, weiss es längst: Wir stehen im Verkehr. Nicht nur zu arbeitszeitbedingten Stosszeiten, die Staumeldungen im Regionalsender gehören zum Alltag. Schleichverkehr durch Quartiere, Velofahrende, die sich zwischen stehenden Autos hindurchzwängen, ...
(Eing.) Wer im Wynental unterwegs ist, weiss es längst: Wir stehen im Verkehr. Nicht nur zu arbeitszeitbedingten Stosszeiten, die Staumeldungen im Regionalsender gehören zum Alltag. Schleichverkehr durch Quartiere, Velofahrende, die sich zwischen stehenden Autos hindurchzwängen, überlastete Strassen: Das Wynental erstickt. Gleichzeitig wird gebaut, Gewerbe und die verbliebene Industrie leiden unter unzuverlässigen Verkehrsflüssen, die Lebensqualität sinkt. Unsere Dörfer mit eigenem Charakter drohen zu reinen Zubringervororten von Aarau zu verkommen. Die Wynentalbahn fährt zwar im 15-Minuten-Takt, doch spätestens ab der Bleien ist sie zu Stosszeiten überfüllt. Mehr Züge bedeutet aber noch häufiger geschlossene Barrieren, also noch mehr Rückstau.
Die SP Gränichen stellt sich Mobilität eigentlich anders vor: zeitgerecht, ressourcenschonend, nachhaltig. Trotzdem sagen wir Ja zu VERAS. Nicht, weil es perfekt ist, sondern weil Nichtstun die Situation weiter verschärft. VERAS ist der erste ernsthafte Versuch seit Jahrzehnten, Verkehr, Sicherheit und Ortsentwicklung gemeinsam zu denken.
Gleichzeitig fordern wir, dass Langsamverkehr und ÖV deutlich stärker gewichtet werden. Gemeinden müssen ihren Beitrag leisten: durch sichere Schulwege, durchgehende Velorouten, verkehrsberuhigte Zonen, gute Umsteigepunkte und eine Raumplanung, die kurze Wege ermöglicht.
VERAS ist ein Schritt, aber nicht das Ziel. Jetzt braucht es Mut und Willen, Mobilität im Wynental wirklich neu zu denken.