Primarschülerinnen und -schüler präsentieren die Ergebnisse ihres Schulentwicklungsprojekts auf dem Schulareal in Schöftland.
Die Unterstufe der Schule Schöftland setzte sich intensiv mit dem Geschäftsleben auseinander. Im Rahmen eines ...
Primarschülerinnen und -schüler präsentieren die Ergebnisse ihres Schulentwicklungsprojekts auf dem Schulareal in Schöftland.
Die Unterstufe der Schule Schöftland setzte sich intensiv mit dem Geschäftsleben auseinander. Im Rahmen eines Entwicklungsprojekts erhielten die Kinder Einblick in den Berufsalltag ortsansässiger Läden und Unternehmen. Neben Kaiser Hoch- und Tiefbau, der Schreinerei Hunziker und der Suhre Garage standen Blumen Faes und Spar Schöftland auf der Besucherliste. Die Workshops in Firmen und Geschäften spornten die Kinder zu bemerkenswerter Kreativität an. In den Projektstunden arbeiteten verschiedene Klassen zusammen, gestalteten Plakate und Werkstücke.
Den zweiten Klassen von Bettina Kohler-Faes und Tanja Schäpper schlosss sich die erste von Eveline Wiederkehr an, die Projektleitung oblag Fachlehrerin Karin Bühlmann. Bezirksschülerinnen und -schüler begleiteten die Primarschüler auf dem Rundgang durch das Dorf respektive zu den Betrieben und Verkaufsläden. In Projektgruppen gestalteten die Kinder Geschäfte und Läden in der alten Brockenstube im Kellergeschoss und übten Verkaufsszenarien. Dass sogar das Hauswartteam Türen und Zugang zu geheimen «Katakomben» öffnete, gehörte zum guten Ton. Das Betätigen der Schulglocke dürfte dabei wohl ein einmaliges Erlebnis bei der Besichtigung der Schulhausräume gewesen sein.
Die Geschichte miteinbezogen
An zwei Morgen besuchte der ehemalige Gemeindeschreiber Ruedi Maurer die Klassen und erzählte Wissenswertes über das Dorf, von dessen Geschichte und vom dörflichen Leben. Auch Dorfpläne begutachtete der jugendliche Nachwuchs und legte selbst Hand an der Gestaltung an. Die Ergebnisse präsentierten die Kinder am Elternanlass auf dem Schulareal. An diversen Verkaufsständen wie Apotheke, Bäckerei, Blumenladen, Getränkeverkauf wechselten die aus Kinderhand hergestellten Produkte ihren Besitzer. Andrang herrschte beim Coiffeur, ein spezieller Hairstyle bei Mädchen war gefragt, und im Kino im obersten Stock der Primarschule konnten Interessierte einen Film über die Projektentstehung ansehen.
Eltern und «Gwärbi»-Besucher im Allgemeinen legten gern einen Franken auf den Ladentisch. Der Erlös deckt unvermeidliche Materialkosten. Mit dem «Gewinn» gibt es eine Überraschung für die beteiligten Schülerinnen und Schüler. Um 18 Uhr sangen die Kinder unter Gitarrenbegleitung drei Lieder nach bekannten Melodien. «Do im schöne Schöftle wohne mer» mit dem vielsagenden Refrain «Singing ya-ya-yippie-yippieyeah!» war eines davon. Der Aufwand die verantwortlichen Lehrerpersonen lohnte sich, das Dorf in den Mittelpunkt der Schule zu stellen: Ein selbstbewusster Auftritt im täglichen Leben schafft Chancen.
Alfred Weigel