Unterschätzte Gefahr auf Spielplätzen
10.09.2026 RegionSeit vergangenem Dienstag hat die dritte nationale Spielplatz-Analyse gestartet. Dabei will die NGO stop2drop 200 Schweizer Spielplätze von Zigarettenstummeln und Nikotinprodukten befreien.
(Mitg.) Zigarettenstummel vergiften nicht nur die Umwelt, sondern sind auch ...
Seit vergangenem Dienstag hat die dritte nationale Spielplatz-Analyse gestartet. Dabei will die NGO stop2drop 200 Schweizer Spielplätze von Zigarettenstummeln und Nikotinprodukten befreien.
(Mitg.) Zigarettenstummel vergiften nicht nur die Umwelt, sondern sind auch für Kinder eine Gefahr. 2024 fand stop2drop durchschnittlich 91 Zigarettenstummel pro Spielplatz. Inzwischen haben einige Gemeinden das Problem erkannt.
Die Resultate der letzten Spielplatz-Analyse von stop2drop im Jahr 2024 waren beunruhigend: Auf den 170 untersuchten Kinderspielplätzen lagen im Durchschnitt 91 Zigarettenstummel.
Rauchen auf Spielplätzen – eine unterschätzte Gefahr
Rauchen auf Kinderspielplätzen ist weit verbreitet und ein ernstzunehmendes Problem mit weitgreifenden Konsequenzen: Wenn Jugendliche und Erwachsene vor Kindern rauchen, ist das Risiko dreimal höher, dass Kinder später selbst damit anfangen. Die giftigen Zigarettenstummel enthalten bis zu 7000 Chemikalien, welche der Umwelt und den Kindern schaden. Das Verschlucken der Stummel kann zu Vergiftungen führen. Ausserdem schadet Passivrauch immer – auch draussen. Kinder reagieren besonders empfindlich auf Passivrauch und schon kleinste Mengen des giftigen Rauchs können ihrer Gesundheit schaden.
Neue schädliche Nikotinprodukte auch auf Spielplätzen
Neben Zigarettenstummeln beobachtet stop2drop zunehmend die Präsenz von Snus, Nikotinbeuteln und E-Zigaretten auf Spielplätzen. Die diesjährige Analyse soll zeigen, in welchem Ausmass diese Produkte bereits auf Kinderspielplätzen konsumiert und achtlos weggeworfen werden.
Kosten in Millionenhöhe für Steuerzahlende
Das Zigaretten-Littering hat für die Allgemeinheit weitere Nachteile. «Das Problem ist massiv und überall. Allein die Reinigung kostet die Gemeinden jährlich über 52 Millionen Franken», sagt Markus Dick, Geschäftsführer von stop2drop.
Spielplatz-Analyse – Alle können mitmachen
Seit dem 8. bis zum 22. September zählen Freiwillige in der ganzen Schweiz Zigarettenstummel und Nikotinprodukte auf Kinderspielplätzen. Mit einem Fragebogen auf der Webseite von stop2drop können die Resultate erfasst werden. Die gesammelten Daten wertet stop2drop aus und nutzt sie, um für rauchfreie und saubere Kinderspielplätze zu werben.
Die Ergebnisse erwartet stop2drop im November. Die NGO stop2drop lädt dazu ein, den Spielplatz im eigenen Quartier zu analysieren.
