Fünf Wochen Sommerferien sind des Schweizers liebste Zeit. Die Sommerzeit lädt zum Reisen ein. Egal ob ans Meer, in die Berge, luxuriöse Camperferien oder einfach Ferien auf «Balkonia». Schlicht, aber nicht minder schön. Der Vielfalt sind keine Grenzen ...
Fünf Wochen Sommerferien sind des Schweizers liebste Zeit. Die Sommerzeit lädt zum Reisen ein. Egal ob ans Meer, in die Berge, luxuriöse Camperferien oder einfach Ferien auf «Balkonia». Schlicht, aber nicht minder schön. Der Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt.
Toni Bättig, Co Präsident der Mitte Kulm, erfüllte sich in diesem Sommer einen besonderen Wunsch. Sein Ziel war eine geführte Säumerwanderung auf der Via Valtellina von Montafon übers Engadin und Puschlav bis nach Tirano. Es ist bereits das zweite Mal, dass Bättig mit den Säumern unterwegs war. Vor zwei Jahren wanderte er auf der Sbrinzroute und sammelte erste Eindrücke.
138 Kilometer waren auf den alten Säumerpfaden zu gehen. Pferde, Maultiere und Esel begleiteten die Gruppe, die aus 39 Säumern und 30 Wanderern bestand. Insgesamt schaffte die Schar über 4100 Höhenmeter und eine durchschnittliche Tagesstrecke von 23 Kilometern. Nach sechs Wandertagen erreichten die Wanderer und die Tiere Tirano, wo sie herzlich empfangen wurden.
Allein und doch zusammen
Die Woche war geprägt von persönlichen Erlebnissen, Herausforderungen und dem Gefühl, sich selbst auf eine unerwartete Weise näherzukommen. Das eindrucksvolle Alpenpanorama begleitete die Gruppe täglich – mal sonnig und klar, mal wolkenverhangen und dramatisch. Gespräche innerhalb der Gemeinschaft, stille Momente unterwegs und die körperliche Anstrengung machten die Wanderung zu einem intensiven und beeindruckenden Erlebnis, das weit über eine gewöhnliche Ferienwoche hinausging.
Man ist nur mit sich zusammen und gleichzeitig Teil einer Gemeinschaft. Man spürt die müden Beine, macht weiter und lernt, wie die Gruppe einen tragen kann. Man entscheidet zwischendurch, ob man aufgeben will oder nicht – jedes Bedürfnis wird wahrgenommen und entsprechend behandelt.
Fragt man Toni Bättig nach seinem persönlichen «Abenteuer-Moment», erzählt er ohne Umschweife vom fünften Tag. «Wir waren 28 Kilometer unterwegs und gerieten in ein schweres Gewitter mit Sturm und Starkregen.
Das war tatsächlich sehr abenteuerlich und eindrucksvoll. Gewitter in den Alpen sind sowieso intensiv. Alleine das Beobachten der Pferde, wie sie als Team mit ihren Säumern vertrauensvoll weitergingen, war etwas vom beeindruckendsten.» Das Gewitter war ein richtiger Abenteuer Adrenalin Kick – für Mensch und Tier.
Dominique Rubin