Vermehrte Vorfälle auf dem Schulweg
10.09.2026 Menziken, BurgIn den vergangenen Wochen erhielt das Wynentaler Blatt diverse Meldungen von besorgten Eltern, welche von Vorfällen auf dem Schulweg berichteten. Die Schule sowie die Polizei seien informiert. Grund zum Aufatmen haben die Eltern dennoch nicht.
Erst vor einigen Wochen ...
In den vergangenen Wochen erhielt das Wynentaler Blatt diverse Meldungen von besorgten Eltern, welche von Vorfällen auf dem Schulweg berichteten. Die Schule sowie die Polizei seien informiert. Grund zum Aufatmen haben die Eltern dennoch nicht.
Erst vor einigen Wochen soll mutmasslich ein Autofahrer Kinder der Schule Burg auf dem Heimweg verfolgt haben. Daraufhin patrouillierte die Regionalpolizei aargauSüd vermehrt, konnte aber nichts Auffälliges feststellen. Man nehme solche Hinweise jedoch immer ernst, teilte die Polizei auf Anfrage mit.
Auch der Schule Burg ist das Problem bekannt, an einem Elternabend wurde der Vorfall besprochen. Die Schulleitung erklärte gegenüber dem Wynentaler Blatt, dass der Schulweg grundsätzlich in der Zuständigkeit der Eltern liege.
Besorgte Eltern
Daraufhin ereignete sich diese Woche in der Nähe der Schule Menziken ein weiterer Vorfall: Ein Mann soll mit einem Messer in der Hand einem 11-jährigen Kind nachgelaufen sein.
Die Schule informierte die Eltern in einem Schreiben, das der Redaktion vorliegt. «Es ist nichts passiert. Wir informieren Sie vorsorglich darüber», schrieb die Schule. Genauere Angaben konnte die Schulleitung keine machen, was die Eltern zusätzlich verunsicherte. «Die entsprechenden Abklärungen liegen in der Zuständigkeit der Polizei.»
Die Eltern des Kindes informierten die Schulleitung, welche den Fall an die Polizei weiterleitete. Die Polizei fahndete nach der Person, konnte den Mann aber nicht mehr ausfindig machen, erklärte Bernhard Graser, Mediensprecher der Kantonspolizei Aargau. Da zurzeit kein Delikt vorliegt, werden die Ermittlungen eingestellt.
Was ist zu tun?
Damit die Polizei umgehend aktiv werden kann, muss bei einem Vorfall direkt die Polizei unter der Nummer 117 verständigt werden. Wenn der Vorfall erst der Schulleitung gemeldet wird und diese am nächsten Tag die Polizei über den Vorfall benachrichtigt, sei dies oftmals schon zu spät, erklärt die Regionalpolizei aargauSüd.
Bei einer umgehenden Benachrichtigung hat die Polizei die Möglichkeit, vor Ort nach der Person zu suchen. Die Kantonspolizei bestätigte diese Vorgehensweise ebenfalls.
Janine Flückiger
Richtige Verhaltensweisen können entscheidend für die Sicherheit der Kinder sein. So können Kindern altersentsprechend wichtige Massnahmen mitgegeben werden.
Sofort-Massnahmen
Wenn sich ein Kind verfolgt fühlt, sollte es wenn möglich den Abstand zur Person vergrössern, die Laufrichtung ändern und wenn nötig Aufmerksamkeit durch Schreien erzeugen – am besten «Lassen Sie mich in Ruhe!», denn durch das «Sie» wird anderen sofort klar, dass es sich nicht um einen Streit mit den Eltern handelt.
Eine weitere Option ist es, sichere Orte aufzusuchen, zum Beispiel Geschäfte, Supermärkte, Tankstellen oder belebte Plätze.
Das sollten Kinder absolut vermeiden
• Abkürzungen: Niemals in dunkle Gassen, Parks, Hinterhöfe oder Waldstücke flüchten.
• Verstecken: Nicht hinter Gebüschen oder in Hauseingängen verstecken, wo man abgeschnitten sein könnte.
Nach der Situation
• Die Eltern über den Vorfall informieren. Diese können im Notfall eine Meldung bei der Polizei abgeben.
• Merkmale einprägen: Wenn möglich, auf auffällige Details achten (Jackenfarbe, Bart, Brille, Autokennzeichen), aber ohne sich dafür in Gefahr zu bringen.
