Am Sonntag, 16. Juni fand in der reformierten Kirche Menziken, im Anschluss an einen besinnlichen Gottesdienst, die 233. Kirchgemeindeversammlung statt, welche mit 7 Traktanden, davon 2 Wahlen, reich befrachtet war.
(Eing.) Pfarrer Andreas Schindler wird am 5. August 2026 ...
Am Sonntag, 16. Juni fand in der reformierten Kirche Menziken, im Anschluss an einen besinnlichen Gottesdienst, die 233. Kirchgemeindeversammlung statt, welche mit 7 Traktanden, davon 2 Wahlen, reich befrachtet war.
(Eing.) Pfarrer Andreas Schindler wird am 5. August 2026 zwar offiziell pensioniert, aber die neuen Regelungen aus der Synode der Landeskirche erlauben, im Gegensatz zu früher, eine Wiederwahl bis zum 70. Altersjahr. Pfarrer Schindler wurde im Rahmen der ebenso neu eingeführten «stillen Wahlen» für die kommende Amtsperiode von 2027 – 2030 wiedergewählt. So galt es nun, den kurzen Zeitraum zwischen seiner Pensionierung und der neuen Amtsperiode mittels offizieller Wahl zu regeln. Pfarrer Schindler wurde mit grossem Mehr wiedergewählt.
Ebenfalls wurde die neue Kirchenpflegerin Martina Bonetti aus Burg gewählt und für ihr Amt in die Pflicht genommen. Bonetti begleitet die Kirchenpflege bereits seit 7 Monaten und wird nun das Ressort Immobilien des per Ende 2026 ausscheidenden Kirchenpflegers Christoph Sager übernehmen. In diesem Zusammenhang darf auch informiert werden, dass die gesamte verbleibende Kirchenpflege, die verbleibenden Mitglieder der Rechnungsprüfungskommission, die Synodale sowie die Sozialdiakonin Romina Lee als in stiller Wahl wiedergewählt gelten. Die Kirchgemeinde gratuliert allen Wiedergewählten.
Leider gab es in Bezug auf die Rechnung 2025, welche von der Kirchgemeindeversammlung abgesegnet werden musste, wenig Erfreuliches zu berichten. Die Kirchgemeinde ist zwar sehr diszipliniert mit ihren Finanzen umgegangen und schaffte es, einen Minderaufwand von 22’053.19 Franken zu erreichen. Trotzdem resultierte ein Aufwandüberschuss von 37’186.46 Franken gegenüber dem Budget, denn im Jahr 2025 verzeichnete die Kirchgemeinde ein Minus an Steuereinnahmen von 49’390.25 Franken, was beinahe 9 Prozent entspricht. Dies ist wohl einigen Austritten und Todesfällen zuzuschreiben. Detaillierte Angaben diesbezüglich erhält die Kirchgemeinde aufgrund des Datenschutzes leider nicht, was die Budgetierung für die Folgejahre ungleich erschwert.
Die Rechnungsprüfungskommission honorierte den verantwortungsvollen Umgang der Kirchgemeinde mit ihren Finanzen, bestätigte das absolut unvorhersehbare und überraschende Minus der Steuereinnahmen und empfahl der Kirchgemeinde die Annahme der Rechnung 2025. Ohne zusätzliche Fragen wurde die Rechnung von den Stimmberechtigten angenommen. Sepp Lischer, der bisherige Kirchengutsverwalter, erhielt nicht nur den Dank für seine perfekte Buchführung, sondern auch einen Blumenstrauss zu seinem Abschied mit 80 Jahren.
Perfekt vorbereitet hatte der Präsident Roland Lörtscher das Traktandum für einen Rahmenkredit in der Höhe von 280’000 Franken für diverse Sanierungsarbeiten, Umbauten und Ersatzbeschaffungen. Dieser wird aus dem Erlös des an die Gemeinde Menziken verkauften Pfarrhauses finanziert. Alle Punkte waren bereits in der Gemeindebeilage der Kirchgemeinde, deren offiziellem Publikationsorgan, ausführlich erklärt worden, wodurch vor der Abstimmung dieses grossen Geschäftes keine einzige zusätzliche Frage gestellt werden musste. Einer der Punkte aus diesem Kredit ist die Einführung eines richterlichen Parkverbots für alle Parkplätze der reformierten Kirchgemeinde. Trotz der bereits bestehenden Parkverbotstafeln parken immer wieder Unberechtigte den ganzen Tag auf dem Kirchenparkplatz, so dass z.B. bei einer grossen Beerdigung die meisten Parkplätze bereits belegt sind. Mit dem richterlichen Verbot hat die Kirchgemeinde in Zukunft die Handhabe, die Fehlbaren beim Bezirksgericht anzuzeigen. Parkbewilligungen können bei der Kirchgemeinde beantragt werden.
Bei schönstem Wetter fand nach der Versammlung ein kleiner Apéro vor der Kirche statt.