Das Pilotprojekt «Offene Jugendarbeit Oberes Seetal» wurde Ende Juli eingestellt. Doch die Gemeinden Seengen, Meisterschwanden, Fahrwangen, Bettwil und Sarmenstorf wollen auch in Zukunft gemeinsam für die Jugendlichen da sein. Dafür wurde eine Kommission aus jeweils ...
Das Pilotprojekt «Offene Jugendarbeit Oberes Seetal» wurde Ende Juli eingestellt. Doch die Gemeinden Seengen, Meisterschwanden, Fahrwangen, Bettwil und Sarmenstorf wollen auch in Zukunft gemeinsam für die Jugendlichen da sein. Dafür wurde eine Kommission aus jeweils einem Ratsmitglied und Personen der Bevölkerung gebildet. Jetzt steht der nächste Schritt an.
Ein häufig in Medien genannter Kritikpunkt am Pilotprojekt «Offene Jugendarbeit Oberes Seetal» war die fehlende Sichtbarkeit. Hannes Bopp, Gemeinderat Seengen, erläutert: «Die beiden Jugendtreffs in Fahrwangen und Seengen bildeten starke Schwerpunkte, ausgerichtet auf die Schulstandorte der Oberstufe.» In Meisterschwanden, Sarmenstorf und Bettwil sei die Präsenz vor Ort weniger ersichtlich gewesen. «In Zukunft wird man sich auf einen Treffpunkt konzentrieren, dafür die aufsuchende und mobile Jugendarbeit während des Sommers stärken.» In diesen Monaten käme dann der mobile Jugendtreff, alternierend in den Gemeinden, zum Einsatz. «Nicht zu vergessen die Themenabende für Bezugspersonen.»
Während die Kommission an der Zukunft feilte, haben verschiedene Vereine und Organisationen Überbrückungsangebote geschaffen. Ein «Nerf-Battle», ein Kino-Abend sowie ein «Grill & Chill» sind nur einige Beispiele. «Unter anderem zeigte genau dieser Anlass die örtliche Ungebundenheit der Jugendlichen», erklärt Hannes Bopp. «Fast ein Drittel der Gäste stammte aus den Nachbarsgemeinden. Das bestätigt uns, dass eine regionale Zusammenarbeit auf jeden Fall Sinn macht.»
Informationsabend
Das ganze Konzept wollen die Verantwortlichen der Bevölkerungen an einem Info-Anlass zur regionalen Jugendarbeit am Mittwoch, 28.Oktober um 19.30 Uhr in der Mehrzweckhalle Meisterschwanden vorstellen. Zum einen wird die geplante Nachfolgelösung präsentiert und erläutert. Anschliessend besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen, Gedanken einzubringen und gemeinsam über die Zukunft der regionalen Jugendarbeit zu diskutieren. An den Gemeindeversammlungen werden die Stimmberechtigten dann über den dazugehörigen Antrag befinden. «Ziel ist es, im Frühling mit der Jugendarbeit 2.0 starten zu können.»
Graziella Jämsä