240 Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit, Berufe kennenzulernen und erste Kontakte zu möglichen Lehrbetrieben zu knüpfen. Für Organisator Markus Bolliger vom Regionalverband Suhrental war es der vierte und zugleich sein persönlich letzter ...
240 Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit, Berufe kennenzulernen und erste Kontakte zu möglichen Lehrbetrieben zu knüpfen. Für Organisator Markus Bolliger vom Regionalverband Suhrental war es der vierte und zugleich sein persönlich letzter Lehrstellenparcours.
Wenn Jugendliche vor der Berufswahl stehen, ist die Auswahl gross – und manchmal entsprechend unübersichtlich. Genau hier setzt der Lehrstellenparcours des Regionalverbands Suhrental (RVS) an. Am Montag vergangener Woche erhielten rund 240 Schülerinnen und Schüler aus den Schulen Schöftland und Triengen die Gelegenheit, sich bei 26 regionalen Unternehmen über verschiedene Berufe und Lehrstellen zu informieren.
Der Parcours ist dabei weit mehr als eine gewöhnliche Berufsmesse. Er ist ein Anlass, bei dem Jugendliche nicht einfach Berufe auf einem Blatt Papier kennenlernen, sondern Menschen begegnen, Fragen stellen und einen Blick in deren Arbeitswelt werfen können. Die Jugendlichen bereiten sich im Unterricht auf den Anlass vor und erhalten dazu eine Broschüre mit Informationen zu den teilnehmenden Betrieben. Mit einem vorbereiteten Fragenbogen ausgestattet, gehen sie anschliessend auf die Unternehmen zu, stellen Fragen und verschaffen sich im persönlichen Kontakt einen möglichst konkreten Eindruck vom jeweiligen Beruf.
Direkter Kontakt als Erfolgsfaktor
Für die Unternehmen bietet der Anlass eine Möglichkeit, ihre Berufe und Ausbildungsplätze direkt bei potenziellen Lernenden vorzustellen. Und das Interesse der Firmen ist gross. «Wir sind im Moment ausgebucht», erklärt Bolliger. Noch mehr Betriebe aufzunehmen, sei derzeit aus logistischen Gründen kaum möglich. Das Konzept habe sich damit auch in dieser Hinsicht bewährt.
Die Auswahl der teilnehmenden Firmen erfolgt nicht zufällig. Es wird versucht, eine möglichst breite Palette an Berufen abzubilden. Wenn ein Betrieb nicht teilnehmen kann, wird nach einem Ersatz gesucht. Gleichzeitig schaut der Organisator gezielt, welche Berufsfelder noch fehlen. So kamen in diesem Jahr beispielsweise zusätzliche Unternehmen aus dem Autobereich dazu. Was zunächst mit einem Betrieb begann, führte dazu, dass weitere Firmen aus der Branche ebenfalls Interesse zeigten.
Für die Jugendlichen bedeutet das: möglichst viele unterschiedliche Möglichkeiten auf engem Raum. Vom technischen Beruf über handwerkliche Tätigkeiten bis zu kaufmännischen und weiteren Ausbildungswegen können sie verschiedene Berufsbilder kennenlernen und herausfinden, was zu den eigenen Interessen und Fähigkeiten passen könnte.
Eine Plattform für die Zukunft
Für Bolliger ist nun dennoch Schluss. Er verlässt den RVS. Der diesjährige Anlass war also sein persönlich vierter und letzter Lehrstellenparcours als Organisator. Wehmut schwingt dabei durchaus mit. Gleichzeitig ist er überzeugt, dass das Konzept Zukunft hat. «Für mich ist das immer ein ganz wichtiger Anlass im Jahr gewesen», sagt er. Der Parcours sei für ihn eine Herzensangelegenheit. Denn für die Jugendlichen gehe es nicht nur darum, Informationen zu sammeln, sondern auch darum, erste Erfahrungen mit der Arbeitswelt zu machen und vielleicht sogar den ersten Schritt auf dem Weg zur späteren Lehrstelle zu setzen.
Roland Marti