Ein Overall-Sieg, zwei Kategoriensiege, zwei weitere Overall-Podestplätze und ein Top-5-Platz gegen 156 Männerteams. Mit dieser Bilanz kehrte der Reitnauer Verein 24together vom legendären 24-Stunden-Rennen Rad am Ring auf dem Nürburgring zurück.
...
Ein Overall-Sieg, zwei Kategoriensiege, zwei weitere Overall-Podestplätze und ein Top-5-Platz gegen 156 Männerteams. Mit dieser Bilanz kehrte der Reitnauer Verein 24together vom legendären 24-Stunden-Rennen Rad am Ring auf dem Nürburgring zurück.
(Eing.) Das Rad am Ring zählt zu den grössten und bekanntesten Radsportveranstaltungen Europas. Während drei Tagen treffen sich auf der legendären Nürburgring-Nordschleife knapp 12‘000 Radsportbegeisterte aus zahlreichen Nationen. Das Herzstück bildet das 24-Stunden-Rennen auf einer der anspruchsvollsten Rennstrecken der Welt: Rund 26 Kilometer, über 560 Höhenmeter und mehr als 80 Kurven – Runde für Runde, Tag und Nacht.
Mit 22 Athletinnen und Athleten sowie acht Betreuerinnen und Betreuern reiste der Verein 24together aus Reitnau mit einem klaren Ziel an den Nürburgring: Gemeinsam ein unvergessliches Wochenende erleben und gleichzeitig sportlich ganz vorne mitmischen.
Dieses Vorhaben gelang eindrücklich, was sich in den verschiedenen Rangierungen der Teilnehmenden zeigt. So gewann Simon Vitzthum das prestigeträchtige 24-Stunden-Solorennen overall. Die 24together Queens erreichten den 2. Overall-Platz aller Frauen-Viererteams. Das 24together A-Team belegte den 5. Rang von 156 Männerteams. Full Send erreichte den 24. Platz von 186 Teams (Masters 1) und Attack belegte Rang 34 von 156 Männerteams.
Während die Fahrerinnen und Fahrer auf der Strecke an ihre Grenzen gingen, sorgte das achtköpfige Support-Team dafür, dass sich alle voll auf ihre Leistung konzentrieren konnten. Wechsel wurden vorbereitet, Material kontrolliert, Zwischenstände analysiert und Strategien laufend angepasst. Vereinskoch Tom bereitete während des gesamten Wochenendes Mahlzeiten für über 30 Personen zu und schuf damit die Grundlage für diese aussergewöhnlichen Leistungen.
Je näher das Rennende rückte, desto spannender wurde es. Bis in die letzten Minuten wurde gerechnet, analysiert und taktiert.
Bei den Solofrauen gelang es Manu Weber, auf ihrer letzten Runde noch auf den 3. Overall-Platz vorzufahren. Fast zeitgleich sorgten die 24together Legends für den nächsten Gänsehautmoment. In der allerletzten Runde holten sie das bis dahin führende Team noch ein, übernahmen die Spitze und sicherten sich damit den Sieg in der Kategorie Masters 3.
Gemeinsam erfolgreich
Diese Momente waren das Ergebnis einer gemeinsamen Teamleistung. Während 24 Stunden wurde nicht in einzelnen Teams gedacht, sondern als ein Verein. Alle Teams unterstützten sich gegenseitig, halfen bei taktischen Entscheidungen, analysierten Rennsituationen und fieberten bis zur letzten Minute miteinander mit. Rad am Ring 2026 hat eindrücklich gezeigt, dass Gemeinschaft und Spitzenleistungen kein Widerspruch sind.
Die Medaillen wurden einzelnen Fahrerinnen, Fahrern und Teams überreicht. Der grösste Erfolg gehörte jedoch dem gesamten Verein. Jede einzelne der 30 Personen – ob auf der Strecke oder daneben – trug ihren Teil dazu bei, dass aus ambitionierten Zielen eine aussergewöhnliche Vereinsgeschichte wurde.
Am 14. und 15. August organisiert 24together den Bärgevent Reitnau. Dort stehen nicht die Ranglisten im Mittelpunkt, sondern das gemeinsame Erlebnis. Gleichzeitig sammeln die Teilnehmenden Spenden zugunsten der Schweizer Paraplegiker-Stiftung.