105 Arbeiten wurden am Finale von «Schweizer Jugend forscht» ausgezeichnet. Eine davon stammt vom Schöftler Kantischüler Benjamin Meyer. Das Projekt von ihm und seinem Kollegen Leandro Fondado gewann nicht nur Gold, sondern auch einen ganz speziellen ...
105 Arbeiten wurden am Finale von «Schweizer Jugend forscht» ausgezeichnet. Eine davon stammt vom Schöftler Kantischüler Benjamin Meyer. Das Projekt von ihm und seinem Kollegen Leandro Fondado gewann nicht nur Gold, sondern auch einen ganz speziellen Sonderpreis.
Vom 30. April bis 2. Mai herrschte auf dem FHNW Campus in Muttenz eine ganz besondere Stimmung: Das Finale von «Schweizer Jugend forscht» (SJF) fand statt. 114 Finalistinnen und Finalisten präsentierten ihre Arbeiten einer Fachjury und der breiten Öffentlichkeit. Mittendrin war Benjamin Meyer aus Schöftland, der gemeinsam mit Leandro Fondado die Maturaarbeit «Poly S100G: A Novel Approach to Wound Adhesives Using Protein Engineering» verfasst hatte.
Dabei handelt es sich um eine Arbeit in der Molekularbiologie, die sich mit einem Kleber, der auf körpereignen Proteinen basiert, befasst. Die beiden Jungforscher schienen die Jury überzeugen zu können, schliesslich gab es nicht nur die Auszeichnung «Gold», sondern auch den Sonderpreis «Mostratec», der von der SJF-Trägerschaft gestiftet wird.
«Es war in erster Linie extrem interessant, mit anderen Teilnehmern über ihre Projekte sprechen zu können, da man so einen Einblick in extrem viele verschiedene Themen erhält, von denen man unter Umständen sonst nie etwas gehört hätte. Umso besser, dass es von Menschen präsentiert wird, die sehr viel Enthusiasmus für diese Themen haben», beschreibt Benjamin Meyer das Erlebte. Es sei ein lehrreiches Erlebnis gewesen.
Eine zusätzliche Würdigung
Er und Leandro Fondado freuen sich über die beiden Preise. «Der Sonderpreis ist nochmals eine zusätzliche Würdigung unserer Arbeit, was uns sehr stolz macht.» Der Sonderpreis «Mostratec» berechtigt Benjamin Meyer und Leandro Fondado, ihr Projekt an der Mostratec, einer Messe für Forschung und Technologie, die jedes Jahr im Oktober in Brasilien stattfindet, zu zeigen. «Wir freuen uns auch extrem darüber, die Schweiz international vertreten zu dürfen. Natürlich ist es auch schön, sein «Baby» noch mehr Leuten präsentieren zu dürfen.» Während die Fachjury als Ganzes kein Feedback gibt, so hat Benjamin Meyer doch viele Rückmeldungen erhalten. «Generell war das Feedback positiv, da wir schon ein eher komplexes Thema gewählt haben. Einige Professoren zeigten sich auch vertraut mit der Erfahrung, die wir gemacht hatten, dass unser Thema einfach etliche Jahre und Iterationen des Proteins voraussetzt.» Zudem lobte einer der Experten die «Herangehensweise, die Stringenz der Dateninterpretation, die Verbesserungsvorschläge und den bemerkenswerten Einsatz sowie die wissenschaftliche Reife bei der Umsetzung der verlangten Anpassungen.»
Für Benjamin Meyer war das Finale von SJF ein voller Erfolg. Neben dem Wettbewerb kam auch das Zwischenmenschliche nicht zu kurz: «Man lernt Teilnehmer, Experten, Professoren und Laien kennen. Ausserdem sieht man viele bekannte Gesichter von den Wissenschaftsolympiaden und lernt auch neue kennen.» Jetzt stehen die Abschlussprüfungen an der Kantonsschule Aarau an, bevor der Jungforscher in Brasilien zeigen kann, was für schlaue Köpfe aus der Schweiz kommen.
Melanie Köchli