Nach dem Zweiten Weltkrieg war sich die Menschheit einig, dass sie keinen Krieg mehr wollte. Mit der Schaffung der UNO-Charta und der Europäischen Menschenrechtskonvention wurden eigentliche Pflöcke gesetzt, um die Länder und die Menschen zu schützen – ein ...
Nach dem Zweiten Weltkrieg war sich die Menschheit einig, dass sie keinen Krieg mehr wollte. Mit der Schaffung der UNO-Charta und der Europäischen Menschenrechtskonvention wurden eigentliche Pflöcke gesetzt, um die Länder und die Menschen zu schützen – ein hoffnungsvoller Beginn zur Verbesserung friedlicher Konfliktlösung.
Nehmen wir doch diese Ideen wieder auf – gerade heute. Stärken wir die Rechtsordnung.
Der Mensch ist nicht dazu verurteilt, Krieg zu führen. Es entspricht nicht seiner Natur.
Die Arme des Menschen sind zum Umarmen geschaffen, schrieb schon Erasmus von Rotterdam, und die Natur «schenkte ihm freundliche Augen als Spiegel der Seele».
«Damit nicht genug, schenkte die Natur allein ihm den Gebrauch der Rede und der Vernunft.» Diese Sätze stammen aus der ersten europäischen Antikriegsschrift von 1515 mit dem Titel «Süss scheint der Krieg den Unerfahrenen», die im Verlaufe der Jahrhunderte immer wieder aufgegriffen wurde.
Erasmus’ leidenschaftlicher Einsatz für den Frieden könnte auch uns heute ein grosses Vorbild sein. Er zeigt auf, dass es auf jeden Menschen ankommt, auf sein Mitfühlen, sein Denken und auf sein Engagement.
Ulrich Meister, Menziken