Zetzbu schon wieder in Festlaune
02.07.2026 Zetzwil
Nur gerade eine Woche nach dem Oberwynentaler Schwingfestwochenende stieg in Zetzwil bereits wieder ein grosses Fest. Vom Freitag bis Sonntag lockte das vielfältige Programm des Dorffests hitzeresistente Besuchende aufs Festgelände.
«Endlich wieder!» ...
Nur gerade eine Woche nach dem Oberwynentaler Schwingfestwochenende stieg in Zetzwil bereits wieder ein grosses Fest. Vom Freitag bis Sonntag lockte das vielfältige Programm des Dorffests hitzeresistente Besuchende aufs Festgelände.
«Endlich wieder!» lautete das Motto, das nicht etwa ironisch auf das zweite Festwochenende in Folge anspielte. Vielmehr ging es darum, dass in Zetzbu 2014 letztmals ein Fest für Jung und Alt organisiert wurde. Dass wenige Tage zuvor auf demselben Gelände bereits ein anderes Fest über die Bühne, oder vielmehr durchs Sägemehl ging, war ein Zufall. Hieraus entstanden aber Synergien, die geschickt genutzt wurden. So kam beispielsweise das grosse Festzelt an beiden Festen zum Einsatz.
Gezielte Publikumsmagnete
Dass das vielfältige Programm auch grossen Anklang fand, dafür sorgten ein paar geschickt platzierte Publikumsmagnete. Dazu gehörte beispielsweise der quirlige Professor Bummbastic, der mit seinen spannenden Experimenten die Schuljugend, aber auch deren Geschwister und Eltern in seinen Bann zog. Als seine Show in der Turnhalle vorbei war, füllte sich das Festgelände rasch.
Roland Marti
Der Freitagabend stand ganz im Zeichen von Bewegung, und ein Highlight folgte dem anderen. Bei den abwechslungsreichen Darbietungen der Schülerinnen und Schüler, Tanzfit und Aerobic kamen alle ins Schwitzen ... nicht nur die Protagonisten auf der Bühne. Auch die Gäste waren froh um die Kapazitäten der Festwirtschaft.
Ausgeschlafene Festbesucher waren am Samstagmorgen bereits um 10 Uhr wieder vor Ort. Vorne in Richtung Hauptstrasse hatte die Feuerwehr Gontenschwil-Zetzwil die Prunkstücke ihres Fahrzeugparks ausgestellt und lud (grosse und kleine) Kinder zum spielerischen Kennenlernen ihrer Arbeit ein. Aus dem Werkraum war kräftiges Hämmern zu hören. Unter kundiger Anleitung des Natur- und Vogelschutzvereins und der Landfrauen konnte man einen Nistkasten bauen. Die Vogelwelt in und um Zetzwil wird sich in nächster Zeit wohl um Wohnungsknappheit keine Sorgen machen müssen.
Alle paar Minuten landete ein Helikopter auf der Wiese neben dem Festgelände, nahm neue Passagiere auf und hob wieder ab, um ihnen ihr Dorf auf einem Rundflug aus der Vogelperspektive zu zeigen. Auf dem nahegelegenen Renngelände des BMX-Clubs demonstrierten waghalsige Rennfahrer ihr Können auf zwei Rädern. Wer es lieber etwas ruhiger mochte, lauschte den heimatlichen Klängen des Alphorn Trios Mairüti oder versuchte sich am Stand der Valiant Bank mit dem Laser-Gewehr. Kurz und gut: Es war für alle etwas dabei, das Freude bereitete und kurz davon ablenkte, dass es eigentlich viel zu heiss war. Entsprechend tummelten sich immer viele Besucher auf dem Festplatz. Immerhin sorgten Getränke, eine Dusche und ein riesiger Ventilator für willkommene Abkühlung.
Bands aus der Region mit rockigem Sound
Gegen Abend standen die Rennen um den schnellsten Zetzbuer und die schnellste Zetzbuerin auf dem Programm. Rechtzeitig zu diesem sportlichen Event füllte sich das Festgelände wieder zusätzlich mit Teilnehmenden und ihren «Fans». So waren auch zu den fetzigen Konzerten von Wyna West sowie Voltage Arc viele Gäste auf dem Festplatz. Der Fest- und Barbetrieb profitierte bis zum Ende kurz vor Mitternacht von den nun sehr angenehmen Temperaturen.
Am Sonntagmorgen stand bereits um 9 Uhr der nächste Programmpunkt an. Wer sich dafür fit fühlte, erlebte einen schönen ökumenischen Gottesdienst unter der Leitung der Pfarrer Jean-Renaud Lubiangenu und Heinz Brauchart. Die Musikgesellschaft Zetzwil sowie Fabienne Streit und Bettina Baumann (Gesang und Klavier) verliehen dem Ganzen einen besinnlich feierlichen Rahmen. Und schliesslich sorgte ein grosses Sonntags-Zmorge dafür, dass die Zetzbuer Bevölkerung die anstehende Zeit bis zum nächsten Fest gut verköstigt in Angriff nehmen konnte. Die vielen Komplimente, die das OK von Festbesucherinnen und -besuchern bereits vor Ort entgegennehmen durfte, dürften ein Ansporn sein, dass es bis zum nächsten Dorffest nicht wieder so lange dauert.








