Zum 1. Mal ein Raclette-Plausch
29.10.2026 Suhren-/Rueder-/Uerkental, SchlossruedDie Jugendfeuerwehr kostet Geld. Die beiden Gemeinden Schlossrued und Schmiedrued sind beide finanziell nicht auf Rosen gebettet. So hat nun die Jugendfeuerwehr, unter der Betreuung der Leiter, einen Raclette-Abend durchgeführt und hatte ganz schön Erfolg damit.
...Die Jugendfeuerwehr kostet Geld. Die beiden Gemeinden Schlossrued und Schmiedrued sind beide finanziell nicht auf Rosen gebettet. So hat nun die Jugendfeuerwehr, unter der Betreuung der Leiter, einen Raclette-Abend durchgeführt und hatte ganz schön Erfolg damit.
Die Jugendfeuerwehr Rued hat sich mit den Jahren zu einer «Schule fürs Leben» gemausert. «Die Jugendfeuerwehrarbeit hat das Ziel, Kinder und Jugendliche für den Einsatz in der Feuerwehr vorzubereiten, sodass sie nach Erfüllung der rechtlichen Voraussetzungen bei entsprechendem Alter und Qualifikation in der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr eingesetzt werden können. Sie dürfen jedoch bis zu einem bestimmten Alter nicht im Gefahrenbereich von Feuerwehreinsätzen eingesetzt werden.» So heisst es auf Wikipedia. Die Jugendfeuerwehr bietet aber Jugendlichen noch viel mehr. Die Teilnehmenden, Buben und Mädchen, lernen den Umgang mit Mitmenschen, auch in stressigen Situationen. Sie werden auf Fitness trainiert, nicht zuletzt, damit sie an Wettkämpfen brillieren können. Sie lernen Sozialkompetenz und erfahren den Begriff Kollegialität. In der Jugendfeuerwehr werden selbstbewusste, souveräne junge Menschen herangebildet, die sich zum Teil später auch mühelos in die Feuerwehr einbringen und eine echte Feuerwehrkarriere anstreben können. Jugendfeuerwehr bedeutet aber nicht nur Ausbildung und Training, sondern auch geselliges Zusammensein und ab und zu eine gemeinsame Reise. Dazu kommt natürlich die Einheitskleidung, denn die Jungs und Mädchen sollen auch äusserlich als Feuerwehrleute erkannt werden. Und das kostet Geld.
Grosseinsatz am Racletteabend
Da das Geld weder bei Schlossrued noch bei Schmiedrued locker sitzt, hat die Jugendfeuerwehr Rued beschlossen, einen Racletteabend in der Mehrzweckhalle Schlossrued durchzuführen, damit bei Tenü-Neuanschaffungen, bei den geselligen Anlässen oder der Vereinsreise nicht das ganze Geld beantragt werden muss. Dabei war von Anfang an klar, dass auf alle viel Arbeit, sowohl beim Vorbereiten als auch bei der Durchführung und nachher beim Aufräumen, zukommt. So gingen die Jungs auch mit offenen Augen durch den kürzlich stattgefundenen Öpfelmärt und erfuhren dort beispielsweise, wieviel ein Raclette kosten darf. Zielbewusst gingen sie an die Planung und wurden in der Folge durch den Besucheraufmarsch nicht enttäuscht. Zwar waren nicht alle Plätze restlos besetzt, aber der Mut und der Durchhaltewille der jungen Feuerwehrleute wurden belohnt. Überall waren sie anzutreffen, am Racletteofen, am Kuchenbuffet, an der Hauptkasse, an der Getränkeausgabe, im Service und schliesslich auch beim Zusammenräumen.
Es machte Spass
Den Gesichtern der Jugendlichen war anzusehen, dass die Aktion, trotz harter Arbeit, mächtig Spass machte. Sie servierten mit einem freundlichen Lächeln, räumten ab nach der höflichen Frage, ob sie dürfen, und auf Fragen aus dem Publikum gaben sie deutlich und klar Antwort. Zum Beispiel, ob sie dies nicht als «Kinderarbeit» empfinden. Die Antwort darauf war ein klares «Nein!» Zwar seien sie ja nicht ganz freiwillig hier, ja, und sie arbeiten schliesslich, um Geld zu verdienen. Aber das sei halt für die Vereinskasse, damit sich die Jugendfeuerwehr auch ab und zu eine Reise leisten könne. Und dafür lohne sich der Einsatz allemal. Oder auf die Frage, ob sie das alles allein gestemmt haben. Doch schon, aber sie durften stets auf die Unterstützung der Leitenden zählen. Selbstverständlich wurden sie auch bei der Arbeit am Racletteofen durch Erwachsene unterstützt, denn bei der Feuerwehr gilt die Sicherheit für alle als oberstes Gebot.
Jedenfalls waren die Besucher rundum zufrieden, und es würde nicht wundern, wenn der Racletteabend der Jugendfeuerwehr zur festen Einrichtung mit Tradition gedeihen könnte.
Frieda Steffen


